Heute ist Weltbodentag!

Wir verlieren den Boden unter den Füßen! Daran soll beim Weltbodentag erinnert werden, der 2002 beim 17 Weltkongress der Internationalen Bodenkundlichen Union (IUSS) ins Leben gerufen.

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Der Boden braucht unseren Schutz! Der Weltbodentag erinnert daran.
© angieconscious / pixelio.de

Zahlreiche Aktionen machen an diesem Datum auf die lebenswichtige Bedeutung der Böden aufmerksam. So leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag für Klimaschutz, Artenvielfalt und Nahrungsmittelversorgung.

Am Weltbodentag wird auch der jeweilige Boden des Jahres benannt. 2016 war dies der Grundwasserboden.

Zum Boden des Jahres 2017 wurde der Gartenboden (Hortisol) augewählt. Dieser kommt mit kleinen Flächenanteilen überall dort in Mitteleuropa vor, wo seit Jahrhunderten Gartenbau betrieben wird. Hauptsächlich sind dies alte Klostergärten mit Gemüse- und Kräuterbeeten, Schloss- und Burggärten, Bürgergärten in und am Rand der Städte sowie Bauergärten in älteren Dorfsiedlungen.

Böden sind eine unverzichtbare Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen, liefern Nahrungsmittel und Rohstoffe, speichern und filtern Wasser und können Schadstoffe abbauen. Sie bieten Flächen zur Besiedelung, für Verkehr und Freizeit. Zudem sind sie auch ein Archiv der Natur- und Kulturgeschichte. Jedoch können die Böden nicht alle dieser Funktionen gleichzeitig erfüllen.

Bedroht wird der Bodne durch Verunreinigungen, Erosion, Humusrückgang oder Verdichtung. Die Schäden sind zumindest kurzfristig kaum behebbar, denn fruchtbare Böden sind das Ergebnis langer physikalischer, chemischer und biologischer Prozesse: Bis sich ein Zentimeter neu bildet, dauert es 200 bis 300 Jahre.

Die Nutzung der Böden für Siedlung und Verkehr drängt andere Funktionen immer weiter zurück. Jeder Sekunde werden in Deutschland fast elf Quadratmeter Fläche für Siedlungs- und Verkehrszwecke neu in Anspruch genommen. Etwa die Hälfte davon wird versiegelt. Durch Versiegelung gehen aber zunehmend natürliche Bodenfunktionen wie Wasserdurchlässigkeit oder -speicherfähigkeit, Bodenfruchtbarkeit sowie Lebensraum für Organismen verloren.

Gefahren für Böden

Die Gefahr geht vor allem von alten Industrie- und Gewerbegrundstücken aus, in denen mit umweltgefährdenden Stoffen gearbeitet wurde, sowie von Grundstücken, auf denen Abfälle behandelt oder gelagert wurden.

Wenn die Böden dort so verunreinigt sind, dass dies zu Gefahren für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt führt, werden diese Altablagerungen und Altstandorte als "Altlasten" bezeichnet. Neben den Altlasten der industriellen Entwicklung gibt es auch Altlasten durch militärische Nutzung der Flächen und durch Rüstungsgüterproduktion.

Gehen wir sorgsm mit dem Boden um, schließlich trägt er uns.

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