Kultur und Knödel

Das idyllische Städtchen begeistert nicht nur mit geschichtsträchtigen Bauten in schönster ­landschaftlicher Umgebung – auch Knödel in allen Varianten spielen hier eine große Rolle!

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Text: David Vinzentz

Nur 70 Kilometer südlich der Stadt Salzburg liegt das geschichtsträchtige Städtchen Radstadt, das durch seine atemberaubende Naturkulisse besticht. Es gibt hier die größte­ Eishöhle der Welt und schon jetzt bereitet man sich auf das Knödelfest im Juli vor.

Hoch hinaus

Im Norden der Dachstein, im Süden die Radstädter Tauern, zackige Felsketten, wanderbare Zweitausender und üppige­ Almwiesen eröffnen eine magische Berg- und Wanderwelt für wirklich jede Kondition. Ein Muss für Gipfelstürmer ist eindeutig der 1.768 m hohe Roßbrand, der einen sagenhaften Blick auf etwa 150 Alpengipfel ermöglicht. Hier startet auch der „panorama:rossbrandweg“, der seinerseits einen herrlichen Blick auf die Kalkalpen, die Radstädter, Schladminger und Hohen Tauern bietet. Über die Entstehung der Naturlandschaft erzählen acht Panorama­tafeln. Aber auch ein Wander­bus ermöglicht es, in die Höhe – oder talwärts zu kommen. Er verbindet auch die weiteren Wanderausgangspunkte Filzmoos, Flachauwinkl,­ Gnadenalm, Jäger­see, Zauchen­see und Obertauern. Das Auto kann also ruhig stehen bleiben. Auch Radstadt selbst ist ein Etappenort des Salzburger Almenwegs, der sich 350 Kilometer weit vom Tennengebirge über die Tauern bis zum Dachstein erstreckt. 120 gemütliche Almen und Hütten sind auf der Route. Ebenfalls an Radstadt liegt der beliebte 130 Kilometer lange „Leonhard­ Pilgerweg“ nach Tamsweg. Und wer in Radstadt Urlaub­ macht, für den ist es fast Pflicht, auf den Dachstein hinaufzukommen – mittels gemütlicher Gondelfahrt beispielsweise. Das Dachsteinmassiv als gigantisches, urzeitliches Korallenriff ist besonders bei Sonnenaufgang eindrucksvoll. Bei einem Rundgang am Gletscher kann man Natur­attraktionen wie den „Thronsaal“ oder den „Kristalldom“ ­bewundern. Gestresste Seelen kommen hingegen in der „Liechtensteinklamm“ zur Ruhe, wenn sie das Rauschen des Wasser­falls, die moosbewachsenen Steine und die sagen­umwobene Atmosphäre auf sich wirken lassen. Wanderer profitieren hier in Radstadt aber auch von einem bisher einmaligen „Best of Wandern“-Testcenter-Service, das modernes­ Markenequipment für den Tag der Wanderung kostenlos zur Verfügung stellt.

Historischer Rundgang

Schon Radstadt selbst ist eine Ent­deckungsreise wert. Die Stadt blickt auf eine bewegte­ Vergangenheit zurück. Ausstellungen, Denkmäler und zahlreiche­ Veranstaltungen dokumentieren die Geschichte.­ Zu den historischen Schätzen zählen etwa die gut erhaltene Stadtmauer mit den Rundtürmen, die spätromanische Stadtpfarrkirche, die gotische Lichtsäule,­ die Kapuzinergruft im ehemaligen Kloster­ und die beiden Museen – das Museum­ im Schloss Lerchen mit Zeugnissen aus Römer­zeit, Mittelalter und Kirche sowie­ das Museum im neu adaptierten Kapuziner­turm, der mittels multimedialer Effekte­ die Besucher in die Zeit der Bauern­kriege versetzt. Darf’s noch ein bisschen mehr sein? Dann sind die Themen­wege wie der „kultur:geologie.weg“ oder der „Milleniumspfad“ durch die 1.000-jährige­ Geschichte Österreichs und Radstadts zu empfehlen. Historisch gesehen­ etwas jünger­ angelegt ist der „Walk of Sports“ im Zentrum von Radstadt. Hier wurden 23 Olympiasieger, Weltmeister und weitere­ Sportgrößen Radstadts und der Region nach dem Vorbild des „Walk of Fame“ in Stein verewigt.

Naturschauspiele rund um Radstadt

Eine Höhle voll Eis: Dunkel und kalt ist es in der größten Eishöhle der Welt. Nur kleine­ Karbidlampen erhellen die gigantische Eisriesenwelt und verwandeln die natürlich gewachsenen Eisformationen in mystische Figuren und Skulpturen, die über Jahrtausende durch Wasser und kalte­ Luft geformt wurden. Die Eishöhle­ ist ein Höhlenlabyrinth von mehr als 40 Kilo­meter Gesamtlänge. Während des Rundganges von 134 Höhenmeter und ca. 1.400 Stufen taucht man in eine bizarre Welt aus Eis ein. Die Salzwelten ­Hallein wiederum sind das älteste Besucherbergwerk der Welt. Hinein in den Stollen und auch hinaus geht’s rumpelnd und mit elf Stunden­kilometern auf ­einer alten Förder­bahn, dem Grubenhunt. Eine Fahrt, so schön, dass sie ewig ­dauern könnte!

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 04 / 2017

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