Bergisches Wanderland: Ruck, zuck zum Naturexperten

Die Wuppertaler Schwebebahn, die ­Müngstener Eisenbahnbrücke und der ­Altenberger Dom sind bekannte ­Wahr­zeichen des Bergischen Landes. Doch ­neben diesen eindrucksvollen Bau­werken bieten die „Streifzüge“ auch noch ­spannende und eindrucksvolle Einblicke in die bergische Natur und Kultur.

neuer_name
Sicherer Weg zur Ruhe: Der 244 Kilometer lange Panoramasteig kann in zwölf Etappen erwandert werden.

Text: Maria Decker/Lisa-Marie Bille

Im Bergischen Land zwischen dem Ruhrgebiet und dem Rheinland schmiegen sich schmucke, kleine Dörfer mit ihren Fachwerkhäusern und malerischen Gassen gemütlich in die hügelige, mit Bächen durchzogene Landschaft. Auch viele Schlösser, Burgen und Kirchen prägen die Geschichte und Kultur der Region bis heute. Kein Wunder, dass es viel zu entdecken gibt! Eigens dafür wurden 24 „Streifzüge“ genannte Wanderstrecken entwickelt, die die Schönheit der Region in all ihren Facetten zeigen. 14 sind bisher eröffnet. Sie locken mit historischen, naturkundlichen, literarischen oder technischen Themen. Die erlebnisreichen Touren sind zumeist Rundwege und zwischen vier und 16 Kilometer lang. Infotafeln und Erlebnis­stationen ­bieten eine Menge Abwechslung und Wissen – so erfahren Wanderer entlang der Wege durch die artenreiche Landschaft Spannendes über Natur, Geschichte und Kultur der Region und ­werden im Handumdrehen zu Experten für die Natur und Kultur im ­„Bergischen Wanderland“.

Märchen und mehr entdecken

Im Süden des Oberbergischen Kreises führt nahe der Stadt Waldbröl der „Waldmythenweg“ durch die Sagen, Mythen und Legenden über Geschöpfe, die in diesem Wald gelebt haben sollen. Elf Info­tafeln am knapp 13 Kilometer langen Weg erzählen eindrucksvoll von Kobolden, Zwergen, Feen, Elfen und Riesen aus verschiedenen Märchen und lassen sie fast lebendig erscheinen. So lüften die Wanderer das Geheimnis der Einhörner, erforschen die Hintergründe der Legende von Robin Hood und erfahren in der Waldkulisse, was Schlümpfe mit Zwergen verbindet. Zu den märchenhaften Geschichten über die geheimnisvollen Waldbewohner bieten die Ausblicke auf die oberbergischen Höhen eine tolle Kulisse.

Wer statt der Fantasiegeschöpfe lieber reale Wesen entdecken will, kann den 6,5 Kilometer langen „Vogelweg“ in Engelskirchen wandern. Entlang der Agger und ihrer Staustufen können Wanderer ­beob­achten, wie die Wasseramsel ihren Kopf ins Wasser taucht oder dem vielseitigen Gesang der Singdrossel lauschen. An insgesamt sieben Infotafeln gibt es begleitend dazu interessante Informationen über Vögel für Erwachsene und Vogel-Rätsel mit der „Sendung mit der Maus“ für die kleinen Naturliebhaber.

Im Bergischen Wanderland laden auch der „Obstweg“, der „Steinhauerpfad“, der „Energieweg“ oder der „Bergbauernweg“ dazu ein, Land, Leute und Geschichte (neu) zu entdecken. Im Jahr 2013 werden mit dem „Bergischen Weg“ und dem „Bergischen Panoramasteig“ zudem zwei Qualitätsfernwanderwege von jeweils mehr als 200 Kilometern Länge mit Verbindungen zu bestehenden Fernwanderwegen eröffnet, so dass ein attraktives Wandernetz entsteht. Die kleinen und großen Naturliebhaber haben somit viele Möglichkeiten, attraktive Routen vom Bergischen Land bis ins Siebengebirge zu planen – und dabei allerhand zu entdecken!

neuer_name
Wer badet denn da? Die Singdrossel liebt ein Umfeld mit vielen Nadelbäumen und ist auf dem Vogelweg häufig zu beobachten.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 03 / 2013

Aktuelle Beilagen und Specials

  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat

Events

Zur Zeit liegen keine Events vor …