Die verbotene Insel

Eine Feriensiedlung für hohe DDR-Staatsfunktionäre rettete Vilm vor touristischer Verwüstung. Auch nach der Wende hatte das „Capri der Ostsee“ Glück: Höchstens 60 Menschen dürfen beaufsichtigt und im Gänsemarsch eine Runde über diese Außenstelle des Bundesamts für Naturschutz drehen.

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Text und Fotos: Beate Wand

Fische ziehen in einem Riesenschwarm durchs Wasser, Schwaden von Schiffsdiesel durch die Luft. „Julchen“ tuckert auf die schäbige Betonmole mit rostigem Kran zu. Der „verbotene Anleger“ empfängt die Hamburger Hafenbarkasse von 1965 samt ihrer Ladung. 30 Leute drängen sich auf dem blauen Deck hinter der weißen Kajüte. Vor einer Viertelstunde hieß es: „Leinen los“. Buden und Marktstände am Lauterbacher Pier glitten vorüber, wurden immer kleiner, der Schattenriss des Vilms dagegen größer. Umgeben von glitzernden Wellen, liegt er wie ein Buckelwal im Rügischen ­Bodden. Drei Endmoränenkerne, die nach der letzten Weichseleiszeit liegen blieben. Bis auf 37,8 Meter buckelt sich der Große Vilm, der Kleine bringt es auf 21 Meter. Der schmale­ Mittelvilm verbindet sie zu einem 2,5 Kilometer ­langen Eiland. Durch die für Rügen typische Bildung von Sandhaken fanden die drei zusammen. Vor 3.000 Jahren wurden sie selbstständig und trennten sich von ihrer „Mutterinsel“.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 05 / 2017

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