Im Schatten der Buchten

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Die dunklen Kiefern haben der Insel Korcula einst den Namen gegeben.
© Claudia Steiner/Kilian Smith

In den Sommermonaten steigt das Thermometer auf der kroatischen Insel Korčula gut und gerne auf über 30 Grad. Doch diese Wanderung von Vela Luka in die Gradina-Bucht führt entlang der Küste und ist deshalb angenehm kühl.

Text: Claudia Steiner

Dunkle Kiefern haben der Insel Korčula einst ihren Namen gegeben – zeitweise wurde die kroatische Insel, die vor der Küste Süddalmatiens in der Adria liegt, einfach nur die „Schwarze Insel“ genannt. Kiefern und Pinien wachsen oft bis dicht ans Wasser und spenden Schatten – auch bei der Wanderung im Westen der Insel, die von Vela Luka in die Gradina-Bucht führt.

Los geht es in der Bucht von Vela Luka – unweit des Strandbads. Kinder springen von einem Steg ins Wasser, Mütter dösen im Schatten. Schneeweiße Yachten und bunt angemalte Fischerboote schaukeln sanft auf den Wellen. Ein braunes Schild am Wegrand weist den Pfad in die Gradina-Bucht. Der Weg verläuft nur wenige Meter vom Wasser entfernt, oft läuft man wie durch einen Tunnel aus Bäumen. Weil es auf dieser Strecke auch in den Sommermonaten angenehm kühl ist, geht Wanderführer Frano Vlasic diesen Weg sehr gerne mit seinen Gästen – aber auch deshalb, weil er unterwegs von der Geschichte Vela Lukas erzählen kann, das schon immer eng mit dem Meer verbunden war.

Messe auf dem Meer

„Am Weg gibt es mehrere Kapellen“, erzählt Frano. Die erste heißt St. Nikolaus-Kapelle. „Jedes Jahr gibt es hier eine heilige Messe direkt am Meer. Am 6. Dezember versammeln sich die Menschen aus Vela Luka, ankern in der Bucht vor der Kapelle und nehmen vom Boot aus an der Messe teil.“ Bei gutem Wetter versammeln sich bis zu 100 kleine Boote vor der kleinen Kapelle. Vela Luka befindet sich in einer tief eingeschnittenen Bucht und ist dadurch windgeschützt. Früher mussten Segler die letzten Meter nach Vela Luka deshalb meist rudern. An den terrassenförmigen Hängen wachsen Weinreben, Oliven-, Feigen- und Orangenbäume. Diese, aus Steinen geschichteten Trockenmauern sind eine alte Tradition. Die Fertigkeit ist als Kulturgut anerkannt und von der UNESCO geschützt. Sie wurden errichtet, weil es auf der Insel zu wenig Anbauflächen für die Landwirtschaft gab. Also haben die Menschen die Steine aus der Erde geklaubt – und mit den Steinen bauten sie dann die Mauern. „Zwischen den Mauern kann man etwas anbauen und außerdem wird das Wasser so länger im Boden gehalten“, erklärt Frano. Jeder von uns hat schon einige solcher Mauern gebaut.

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 6/2020. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

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