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Lebensfreude am Wasser

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Das Rathaus mit den beiden markanten Backsteintürmen wurde 1950 eröffnet.
© Claudia Steiner/Kilian Smith

Die norwegische Hauptstadt blüht im Sommer auf. Die langen Tage und eindrucksvollen Naturkulissen lassen sich hier am Wasser auf ganz besondere Weise genießen.

Text: Claudia Steiner

Man kann es verstehen. Im Winter sind die Nächte lang, die Tage düster und kalt. Im Sommer aber blühen die Menschen in der norwegischen Hauptstadt Oslo so richtig auf. Am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, geht die Sonne schon um 3.55 Uhr auf und erst um 22.42 Uhr unter – der Tag dauert also fast 19 Stunden. Die Osloer nutzen in den Sommermonaten jede einzelne Minute, als wollten sie das Licht für den nächsten kalten Winter speichern. Junge, Alte, Familien mit Kindern – alle sind bis spät abends draußen. Sie sitzen mit einer Flasche Wein, Käse und Brot auf dem Dach der Oper und blinzeln in die Abendsonne, springen im Freibad Sørenga Sjøbad vom Holzsteg in den erfrischenden Fjord, paddeln dort nach der Arbeit zwischen Fähren und Segelschiffen, plaudern in Straßencafés, flanieren die Uferpromenade entlang, wandern durch die weiten Wälder der Umgebung oder fahren hinaus in den Fjord. Viele Osloer haben ein eigenes Segelschiff oder ein kleines Motorboot.

Bezaubernder Leuchtturm

Wir, also meine Kinder Kilian (15), Norah (10) und ich, wollen dieses Sommer-Fjord-Feeling auch erleben und gehen deshalb am Abend vor dem Rathaus an der Rådhusbrygge 3 an Bord eines alten Holz-Segelschiffs. Drei Stunden lang fahren wir durch den riesigen Oslofjord, mit 118 Kilometern einer der längsten Fjorde des Landes. Wir schippern vorbei an der Museumshalbinsel Bygdøy und der Insel Hovedøya, die direkt am Rand des Zentrums liegt. Viele Osloer kommen im Sommer zum Baden hierher oder besuchen die Ruinen eines Zisterzienserklosters aus dem 12. Jahrhundert. Teile der bewaldeten Insel sind Naturschutzgebiet.

Dann fahren wir an dem bezaubernden Dyna Lighthouse vorbei, einem weiß getünchten Leuchtturm aus dem Jahr 1874. Der Leuchtturm, der einst die Schiffe in Oslo willkommen hieß, dient inzwischen als exklusive Location für private Feiern und Dinnerpartys. Ein Paar, das offenbar ein Candle-Light-Dinner gebucht hat, sitzt entspannt mit einem Glas Weißwein auf der Terrasse und winkt uns zu.

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 3/2021. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

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