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Mosel mediterran

An der Mosel tut sich was: Nix wie hin – und selber ausprobieren. Es muss nicht immer in der ersten Reihe direkt am Fluss sein, aber es kann …

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Text & Fotos: Friederike Brauneck

Am Margareten-Häuschen haben Sie den Aufstieg schon fast geschafft!“ So klingt es tröstlich in der Broschüre von „Gastlandschaften Rheinland-Pfalz“ zum Moselsteig zwischen Senheim und Beilstein. Tröstlich, weil sich heute der Mai überraschend in Hochsommer verwandelt hat. Der Südhang oberhalb von Senheim speichert die Sonnen­wärme – genau wie die Reben es brauchen. Und wir mittendrin!

Oben angekommen sind die Mühen schnell vergessen, weil sich laufend neue Panorama-Ausblicke auf das Moseltal bieten. Außerdem geht es komfortabel auf einer Höhe weiter. Hier auf dem Kulturweg Mesenicher Steinreichskäpp liefern Kunstwerke und Tafeln am Wegesrand witzige Informationen und lokales Kolo­rit zu Persönlichkeiten der Region. Ehe wir uns versehen, sind wir in der Briederner Schweiz angelangt, wo sich nur noch ein schmaler Pfad am recht steilen Hang entlangzieht, der schließlich – wunderbar – in schattigen Wald eintaucht, welch eine Wohltat! Immer wieder öffnen sich romantisch umgrünte Sichtfenster auf die Mosel: Mal auf ein Kanu, mal auf einen Stand-up-Paddler mit Hund auf dem Brett, mal auf einen Ausflugsdampfer. Eine Bank lädt zum Verweilen ein, und wir vertrödeln glückselig die Zeit, was unsere Planung für den Rückweg durcheinander wirft – egal! Diese 17. Etappe des Moselsteigs endet im Örtchen Beilstein unterhalb der imposanten Burgruine Metternich. Einen Besuch dort verkneifen wir uns, denn es schwebt uns eher ein riesiger Eisbecher mit Moselblick vor. Den bekommen wir in einem der vielen Cafés dieses kleinen Örtchens, das Moselromantik pur verkörpert: Fachwerk, Natursteinmauerwerk, Zinnen, Türmchen, Rosen, Glyzinien. Klar, dass hier die Einsamkeit vom Wanderpfad endet. Das Schiff für unsere Rückkehr zu unserem Quartier in Sen­hals haben wir verpasst, auch den nächsten Bus opfern wir unserem herrlichen Eisbecher. Dann aber doch schnell mit der letzten Fahrt hinüber auf die für uns richtige Seite der Mosel: Eine kleine Gierfähre mit bunten Wimpeln macht’s möglich. Aber auch hier fährt der nächste Bus erst in einer halben Stunde. Warten am Straßenrand?! Versuchen wir’s doch noch mal mit Trampen! Gesagt, getan – das vierte Auto hält an: Cochemer Kennzeichen, die Dame am Steuer mit sportlichem Kurzhaarschnitt lädt uns in ihren Wagen. „Ich bin ja selbst früher getrampt – da ist man froh, wenn jemand hält!“ Wir sind auf eine typische Vertreterin der Region gestoßen, Elke Liebfried mit Weingut und Ferienwohnung! Klar, da fahren wir am nächsten Tag vorbei.

Den kompletten Artikel erhalten Sie in Ausgabe 5/2018 von wanderlust. Hier können Sie das Magazin nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 05 / 2018

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