Rhein-Mosel-Eifel-Region: Traumpfade erleben

Perfekt geplante Wanderwege laden im Rhein-Mosel-Eifel-Land zu unvergesslichen Touren ein. Namen wie Rheingoldbogen, Heidehimmel Volkesfeld oder Monrealer Ritterschlag verlocken dazu, sofort die Wanderstiefel zu schnüren und loszulaufen.

Text: Inga Dora Meyer

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Auf dem Koberner Burgpfad entlang der Mosel kommt der Wanderer mit der faszinierenden Welt des Weinbaus in Kontakt.

Ein Netz von Traumpfaden durchzieht die Region Rhein-Mosel-Eifel und lässt den Wanderer die herrliche Landschaft mit ihren reichen Naturdenkmälern und kulturellen Schönheiten entdecken. Insgesamt 26 Rundwanderwege – fünf am Rhein, sieben an der Mosel und 14 in der Eifel – führen durch dichte Wald- und Vulkanlandschaften, über Hochplateaus und steile Weinberghänge, vorbei an romantischen Bachtälern sowie mittelalterlichen Schlössern und Burgen mit spektakulären Ausblicken ins Rhein- und Moseltal. Im Gegensatz zu großen Weitwanderwegen, die etappenweise Tag für Tag begangen werden, hat man im Landkreis Mayen-Koblenz einzelne Touren mit unterschiedlichen Längen, Landschaften und Themen zur Auswahl. Diese „appetitgerecht servierten“ Tages- und Halbtageswanderungen sind speziell auf Gelegenheits- und Genusswanderer zugeschnitten, die einen schönen Tag in der Natur verbringen und die Seele baumeln lassen möchten. So kann sich ­jeder sein tägliches „Wandermenü“ selbst ­zusammenstellen.

Wanderwege in Top-Qualität

Die Übersicht auf den Traumpfaden behalten Wanderer durch Wegweiser, die an allen Kreuzungen über Nah- und Fernziele mit einer zusätzlichen ­Entfernungsangabe informieren. Die Markierungen sind auf Sicht angebracht. Das bedeutet: Die ­nächs­te Markierung zum weiteren Verlauf des Weges ist stets zu sehen. So ist es nahezu unmöglich, sich zu verlaufen. In regel­mäßigen Abständen und an besonders schönen Aussichtspunkten laden ergonomisch geformte Ruhebänke zum Verweilen und Picknicken ein.

In Schuss gehalten werden die Wege von sogenannten Wegepaten. Ob wackelnde Markierungspfosten oder ­verblassende Farbmarkierungen, Wegemanager Michael Sterr und zahlreiche Ehrenamtliche helfen, wo sie gebraucht werden. Sterr wienert gerade eine Beschilderung. „Der Wanderer darf sich keine Gedanken machen, ob er noch auf dem richtigen Weg ist“, sagt er, den ­Putzlappen schwingend. Zu seiner Tätigkeit gehören auch Freischneidearbeiten, erzählt er. Die Wege müssen von ­Gehölz oder Gestrüpp, das in sie hineinragt, befreit werden. Zusätzlich kontrolliert Sterr mit seinen engagierten Helfern mindes­tens zwei Mal im Jahr alle Traumpfade.

Von solch wichtigen Arbeiten im Verborgenen erfährt der Wanderer im Allgemeinen kaum etwas. Auch wissen nur wenige, wie so ein riesiges Wanderwege-Netz entsteht. Nicole Pfeifer vom Projektbüros Traumpfade in der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET) klärt auf: „Die Idee dazu entstand im Jahre 2005. Wir haben damals in Kooperation mit dem SWR die Wandergroßveranstaltung Wanderspaß durchgeführt. Im gleichen Jahr wurde der Premiumwanderweg Rheinsteig eingeweiht, der mitten durch unseren Landkreis verläuft. Beide Veranstaltungen waren ausschlaggebend für die Realisierung weiterer Wege.“ Nur drei Jahre später ging das Traumpfade-Projekt an den Start.

Für die Streckenauswahl stand dem Projektbüro der erfahrene Wander­experte Dr. Rainer Brämer zur Seite. Er hat dafür Sorge getragen, dass Wegeverlauf, -beschaffenheit und die unberührten Landschaften heute höchsten Wandergenuss bieten. Seine Vorschläge gingen an Experten der Gemeinde, des Eifelvereins, des Naturschutzes und an die ortsansässigen Gastronomen. Diese optimierten die Wege weiter. „In einem nächsten Schritt wurde mit den Fachleuten des Deutschen Wanderinstitutes diskutiert, und zwar so lange, bis eine optimale Trassenführung gefunden war. Von der Planung bis zum fertigen Traumpfad vergingen so schon mal eineinhalb Jahre“, berichtet Pfeifer. Ob sich diese Mühen gelohnt haben? Auf diese Frage kann jeder nur selbst eine Antwort finden. Also Wanderschuhe anziehen und den ein oder anderen der insgesamt 26 Premiumwanderwege im Rhein-Mosel-Eifel-Land selbst erleben.

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In der Rhein-Mosel-Eifel-Region sind die Wege gut ausgeschildert. Eine eigene Wegeplanung ist nicht vonnöten.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 05 / 2013

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