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Bedrohtes Liebessymbol

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Die Turteltaube ist stark gefährdet.
© imago images / blickwinkel

Der Naturschutzbund Deutschland hat die Turteltaube zum „Vogel des Jahres 2020“ bestimmt. Durch Jagd auf dem Zugweg nach Süden ist sie stark gefährdet. Die Bestände schrumpfen kontinuierlich.

Nahrung

In der Regel sucht sie ihre Nahrung am Boden, gerne auch in Gruppen. Dabei lebt sie fast ausschließlich vegan. Die Turteltaube frisst im Brutgebiet die Samen von Kräutern, Gräsern und Blumen, aber auch Kiefern- und Fichtensamen. Ihre Jungen füttert sie wie alle Tauben mit einer Kropfmilch. Die Taube, die sehr scheu ist, muss täglich trinken.

Leichtgewicht

Die Turteltaube wiegt lediglich zwischen 100 und 180 Gramm – mit einer Körpergröße von bis zu 28 cm ist sie jedoch auch kaum größer als eine Amsel. Die Flügel, die auf rostgelbem Grund schwarz gefleckt sind, haben eine Spannweite von 47–53 cm. Eine Besonderheit: Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich nicht.

Lebensraum

In Deutschland bevorzugt die Turteltaube die halboffene Kulturlandschaft sowie niedrige Mittelgebirgsbereiche, zudem lebt sie gern in der Nähe von Flüssen. Ihr Aktionsradius ist dabei sehr groß, selbst mehr als zehn Kilometer sind nicht ungewöhnlich. Sie brütet in hohem Gebüsch, an Waldrändern, Waldlichtungen, Streuobstwiesen und Obstplantagen. In ihrem Winterquartier bewohnt sie die Savanne in Afrika. Turteltauben verbringen etwa die Hälfte des Jahres in Europa.

Legale Jagd

In einigen Mitgliedsstaaten der EU – Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Malta, Österreich und Portugal – ist die Jagd auf die Vögel zugelassen. Dies sind alles Länder, die für die Turteltauben wichtige Zwischenstopps auf ihrem Zugweg in den Süden sind. Auch in einigen nordafrikanischen Staaten werden die Tiere gejagt.

Drastischer Bestandsrückgang

Der Bestand der Turteltauben ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm eingebrochen. Sie ist eine der am stärksten von Bestandsrückgängen betroffenen Vogelarten Europas, seit 2015 gilt sie als gefährdet. In den 1980er-Jahren ging der Bestand vor allem in Frankreich und Großbritannien um mehr als 50 Prozent zurück. In keinem europäischen Land nimmt der Bestand zu. In Deutschland ist die Population bis 2010 auf etwa 25.000 bis 45.000 Brutpaare geschrumpft.

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 2/2020. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

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