Der Flieder: Ein Fest für die Sinne

Lange Zeit galt er als altmodisch. Doch inzwischen ist der Flieder wieder sehr beliebt. Kein ­Wunder: Als Zierstrauch in Parks oder Gärten sorgt das Gewächs im Frühjahr für eine hin­reißende Farbenpracht und ­einen ­betörenden Duft. Außerdem gibt es über die Geschichte der aus Asien und ­Südosteuropa stammenden Pflanze einiges zu erzählen …

Text: Wilfried Spürck

Hmm, wie das duftet! Und dieses leuchtende Lila! Wer in diesen Tagen in einem Park an Fliedersträuchern oder -bäumen entlangspaziert, den werden die Sinneseindrücke, den ihre vielzähligen Blüten hervorrufen, gefangen nehmen. Von Ende April bis teilweise in den Juni hinein bietet uns die zur Familie der Ölbaumgewächse zählende Pflanze diesen unvergleichlichen Genuss. Das Farbenspektrum ihrer Blüten reicht von unterschiedichen Lila-Tönen bis hin zu Gelb oder Weiß.

Der Flieder stammt aus Ostasien und Südosteuropa. Von fast 30 verschiedenen Arten ist der Gemeine Flieder ­(Syringa ­vulgaris) der bekannteste. Ein österreichischer Gesandter brachte ihn 1565 aus der Türkei mit an den Wiener Hof. Von dort aus hielt der Blütenstrauch Einzug in die mitteleuro­päischen Gärten. Im ­französischen Nancy entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch intensive Züchtung eine große Sortenvielfalt. Diese so­genannten Edelflieder verhalfen dem Strauch schließlich zum Durchbruch als Gartenpflanze.

Auch für Kleingärten attraktiv

Vier bis sechs Meter hoch können Fliedersträucher oder -bäume wachsen. Der Gemeine Flieder bildet zahlreiche Wurzelausläufer, war unter anderem wegen seines großen Platzbedarfs längere Zeit aus der Mode. Aber die heutzutage überwiegend angebotenen wurzelecht gezogenen Sorten bilden weniger Ausläufer, was sie auch für kleine Gärten attraktiv macht. Fliedergewächse können am besten zusammen mit Pflanzen stehen, die etwa zeitgleich blühen, zum Beispiel Zierapfel oder Duftjasmin.

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© pa/dpa

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 03 / 2014

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