Der Wald lebt...

… man muss nur wissen, wo. Wer mit wachsamem Blick durch den Wald geht, kann es sehen: Ein abgeknickter Baum, angefressene Triebe oder Fußspuren verraten, welche Tiere unterwegs waren.

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Text: Sebastian Appianing

Der Wald ist ein Lebensraum für unzählige Tiere. Doch nicht jedes Lebewesen ist an den Menschen gewöhnt. Die meisten Tiere sind eher zurückhaltend und verstecken sich. Sie hinterlassen jedoch Spuren, die Wanderer mit ein wenig Übung deuten können. Das häufigste Zeichen, das ein Tier hinterlässt, sind natürlich die Trittsiegel. Wie bei Fußabdrücken, kann aus ihnen eine Menge abgeleitet werden. Doch anders als in den Bestimmungsbüchern, in denen die ­Fotos gestochen scharf abbilden, sind die ­Spuren in der freien Natur häufig unscharf oder überlappen einander. Da hilft ein wenig überlegen und ein erneuter Blick ins Buch. Wildtiere hinterlassen jedoch noch mehr als nur ihre Abdrücke im Boden. Die ­Arbeit eines Bibers kann vermutlich jeder auf den ersten Blick erkennen. Fraß­spuren sind dagegen schon schwieriger zuzu­ordnen.

Spuren finden und deuten

In Deutschland gibt es schätzungsweise 1,25 Millionen Wildschweine. Da die Tiere jedoch nachtaktiv sind, wird man ihnen tagsüber eher selten begegnen. Auf der Suche nach Nahrung hinterlassen die Allesfresser aber meist deutlich sichtbare Spuren. Umgegrabene Felder und aufgerissene Rinde an Bäumen sind Zeichen einer hungrigen Rotte. Die bekannten Wildschweinsuhlen erkennt man auch mit ungeübtem Blick. Rehe zählen zu den häufigsten Wildtieren in Deutschland. Circa 2,5 Millionen Tiere streifen durch Wald und Flur und hinterlassen dabei auch Spuren. Die Rehe knabbern dabei gerne an jungen Pflanzentrieben. Diese Fraßspuren sind gut zu erkennen. Doch Spur ist nicht gleich Spur. An Bäumen und Sträuchern lassen sich viele unterschiedliche Fraßspuren finden. Während die Wurzeln von Mäusen und Hamstern angenagt werden, knabbern Wildkaninchen und Hasen am liebsten in Bodennähe an den Pflanzen. Das Rotwild schält dagegen die Rinde in zwei Metern Höhe ab. Spechte und Eichhörnchen hinterlassen auf dem ganzen Baum ihre Fraßspuren. Wo gefressen wird, gibt es natürlich auch Hinterlassenschaften. Die Losung oder der Kot kann auch Aufschlüsse über das jeweilige Tier geben. Bücher helfen bei der Bestimmung. Auch Vögel hinterlassen ihre Spuren. Mit etwas Glück können die Nester in den Baumkronen erspäht werden. Ab und zu liegt auch eine verlorene Feder auf dem Waldboden.

Den kompletten Artikel erhalten Sie in Ausgabe 4/2018 von wanderlust. Hier können Sie das Magazin nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 04 / 2018

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