Die Wildnis ist zurück

Luchs, Wolf und Bär sind mittlerweile in Deutschland wieder heimisch geworden, ihr Schutz ist in der EU gesetzlich­ verankert. Sie dringen vor allem im ländlichen Raum immer­ weiter vor. Ein neues Projekt soll nun die Bevölkerung sensibilisieren.

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Text: Sam Mittmerham

Angestrengt schaut Peter Schütte, seines Zeichens Wolfsberater, in den Sand der Lüneburger Heide. Sachte umfahren seine Finger die Spur. Ein, zwei, drei, viele Trittsiegel im feuchten Sand. Deutliche Hinweise auf ein sonst fast unsichtbares Wesen – scheu, vorsichtig, den Menschen meidend. „Das waren vier“, murmelt Schütte schließlich, „zwei Erwachsene und zwei Jungtiere, entspannt laufend in diese Richtung“. Vier Blicke folgen seinem ausgestreckten Arm in die Heide. Vier Blicke von vier Menschen aus vier Kontinenten. Von Menschen, die hier sind, weil der Wolf, und mit ihm der Hauch der Wildnis, zurück in Deutschland ist. Peter aus England, Ruheständler der Uni Cambridge, Rasha aus Australien, Rechtsanwältin einer Naturschutzorganisation aus Melbourne, Brian aus Kanada, der „Glasfaserkabelmann“ aus Vancouver, wie er sich selbst nennt, Lalitha aus Indien, Lehrerin aus Mussoorie. Alle sind hier, um Schütte zu helfen, die Wildnis in Deutschland zu erhalten – oder wieder zu erhalten, denn bereits vor 150 bis 200 Jahren rotteten die Menschen Wolf, Luchs und Bär in Deutschland und Mitteleuropa aus.

Fährten lesen

Wölfe begannen im Jahr 2000 aus Polen­ über die ehemalige DDR bis nach Westdeutschland zurückzukehren. Im Jahr 2006 hatten sie das Bundesland Niedersachsen, und damit Schüttes Einsatzgebiet, erreicht. Und jetzt ziehen sie Bürgerwissenschaftler aus der ganzen Welt an, denn die gemeinnützige Naturschutzorganisation Biosphere Expeditions hat jüngst ein Wolfsprojekt in Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Wolfsbüro im NLWKN­ (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) ins Leben gerufen. „Schon auf der Warteliste waren über 100 Personen“, berichtet Dr. Matthias Hammer, Gründer und Geschäftsführer von Biosphere Expeditions, „und als wir den Startschuss gaben waren zwei Gruppen innerhalb von 24 Stunden ausgebucht.“

Den kompletten Artikel erhalten Sie in Ausgabe 4/2017 von Wanderlust. Hier können Sie das Magazin nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 04 / 2017

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