Richtige Hilfe für Igel

Mit dem Herbst beginnt für Igel eine schwierige Zeit. Sie futtern sich die letzten Reserven an um kräftig genug für den Winterschlaf zu sein. Doch nicht alle Tiere sind stark genug. Menschen können helfen, sollten dabei jedoch einiges beachten.

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Igel fühlen sich im Laub besonders wohl
© Foto: NABU/Norman Schiwora

In Deutschland gibt es zwei Arten von Igeln. Den seltenen Weißbrustigel und die stark verbreitete Form des Braunbrustigels, der allgemein nur Igel genannt wird. Wenn das Laub sich färbt sind die Tiere geschäftig unterwegs. Sie haben nur ein Ziel – fett werden, denn sie benötigen ein ausreichenden Polster um den Winter zu überstehen. Igel halten in der Regel von November bis April einen Winterschlaf. Um sich ein dickes Fettpolster anzulegen, gehen sie auf Nahrungssuche. Wer jetzt einen Igel entdeckt, sollte ihn sich sehr genau ansehen. Wirkt er krank oder deutlich untergewichtig? Dann darf geholfen werden. In Deutschland ist es nämlich gesetzlich verboten einen gesunden Igel aus der Natur zu entnehmen und als Haustier zu halten. Kranke oder zu dünne Igel bilden jedoch eine Ausnahme. Tiere, die im Oktober unter 500g wiegen, sollten sie versuchen aufzupäppeln. Dabei empfiehlt der Naturschutzbund sich an bestimmte Regeln zu halten. Zunächst muss der Igel an Gewicht zulegen. Es sollte vor dem Winterschlaf mindestens 500g betragen, wobei jedes Gramm mehr die Überlebenschancen natürlich erhöht – also nicht mit dem Futter geizen. Die Tiere mögen abwechslungsreiche Kost. Gekochtes Fleisch, Eier oder Haferflocken sind zum Beispiel geeignet. Im Fachhandel gibt es auch spezielles Igelfutter. Dosenfutter für Katzen ist auch sehr beliebt. Obst und Gemüse werden die Igel allerdings eher verschmähen. Bei der Fütterung sollte man unbedingt beachten, dass Igel keine Milch vertragen, da sie unter Laktoseintoleranz leiden. Besser ist da ein Schälchen Wasser.

Sind die Tiere dann dick und rund gefüttert sollte man ihnen einen Platz zum überwintern anbieten. Auf keinen Fall sollte man dem Igel ein Nest in der Wohnung bauen, denn in beheizten Räumen ist es zu warm. Dann fallen die Tiere nur in einen kräftezehrenden „Dämmerschlaf“, in dem sie weder fressen noch Winterschlaf halten können. Besser geeignet sind ein kaltes Zimmer, auf dem Balkon oder ein Freigehege im Garten. Die Umgebungstemperatur sollte Kellerräume sind meist ungeeignet, weil sie zu warm sind. Die Umgebungstemperatur 6°C nicht übersteigen. Der NABU rät sogar zur Schaffung eines Igelgartens oder zum Bau eines Igelhauses. Die Anleitung dazu und weitere Informationen rund um das Thema Winterschlaf bei Igel finden sie hier.

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Auf der Suche nach Nahrung durchstreifen Igel häufig auch Gärten und Städte
© Foto: NABU/ C. Kuchem

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