Aktiv entspannen auf Traumpfaden mit südlichem Flair

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Im Altmühltal lassen Wanderer den Alltag schnell hinter sich.
© Naturpark Altmühltal

Der Naturpark Altmühltal in Bayerns Mitte bietet Wanderern Top-Routen und ruhige Geheimtipps.

Zwischen Wacholderbüschen, die wie vereinzelte Säulen auf der Heide stehen, schlängelt sich der weiche Pfad den Hang entlang. Helle Felsen ragen aus dem Gras. Schmetterlinge tanzen von Blüte zu Blüte. Und wer den Blick über das weite Tal schweifen lässt, entdeckt in der Ferne schon die Kirchtürme einer historischen Stadt oder die trutzigen Mauern einer Burg auf der Anhöhe gegenüber. Wanderer genießen im Naturpark Altmühltal das südliche Flair einer geschichtsreichen Kulturlandschaft – und das mitten in Bayern.

Rund hundert Kilometer nördlich von München liegt die Auszeitregion, die bei Wanderern nicht zuletzt wegen des bekannten Altmühltal-Panoramawegs beliebt ist. Diese Traumroute, die zu den „Top Trails of Germany“ gehört und das Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbands trägt, führt von Gunzenhausen bis Kelheim quer durch das Urlaubsgebiet. Entlang der rund 200 Kilometer langen Strecke, die in 15 Etappenvorschläge unterteilt ist, liegen sonnige Wacholderheiden, eindrucksvolle Felstürme und lichte Buchenmischwälder, aber auch viele Spuren der Geschichte: Das UNESCO-Weltkulturerbe Obergermanisch-Rätischer Limes öffnet ein Fenster in die Zeit der Römer, Ritterburgen und Ruinen zeugen vom kriegerischen Mittelalter, prachtvolle Kirchen und Klöster aus verschiedenen Jahrhunderten stehen für die tiefen Wurzeln des christlichen Glaubens in der Region.

Immer wieder führt die Route auch in historische Städte: Das Markgrafenstädtchen Gunzenhausen, die Kurstadt Treuchtlingen, Pappenheim mit seiner Burg, das barocke Eichstätt, die Mittelalterstädtchen Beilngries und Dietfurt, die Drei-Burgen-Stadt Riedenburg und schließlich Kelheim zu Füßen der Befreiungshalle heißen Wanderer mit herzlicher Gastfreundschaft willkommen. Hier sowie in vielen urigen Dörfern am Weg stärkt man sich mit den Delikatessen der Region, zum Beispiel Bierspezialitäten aus heimischen Brauereien, fangfrischem Fisch oder Feinem vom „Altmühltaler Lamm“. Letzteres lässt sich mit etwas Glück auch auf der Weide beobachten: Die Schafherden grasen den Sommer über auf den kräuterreichen Wacholderheiden. So wird dieser artenreiche Lebensraum vor dem Verbuschen geschützt – und die Feinschmecker freuen sich über das besonders zarte, aromatische Fleisch der Weidelämmer.

Mehrtagestouren auf dem Altmühltal-Panoramaweg werden besonders entspannt, wenn man eines der Angebote mit Gebäcktransport bucht. Für die ganze Strecke sollten Wanderer rund zehn Tage einplanen – oder länger: Es lohnt sich, zwischendurch einen Pausentag einzulegen und zum Beispiel in den Fossiliensteinbrüchen mit Hammer und Meißel auf eine Reise in die Jurazeit zu gehen. Als Heimat des „Urvogels“ Archaeopteryx, den man übrigens in Solnhofen und Eichstätt im Museum besuchen kann, ist die Region eine Fossilienfundstätte von Weltrang. Andere Urlauber nutzen die Wanderpause zum Stadtbummel, schlendern durch historische Gassen und genießen auf einer Caféterrasse das Gefühl, einfach mal Zeit zum Nichtstun zu haben.

Abseits der bekannten Strecken

Für Wanderer, die ein festes Urlaubsdomizil vorziehen, sind die Schlaufenwege am Altmühltal-Panoramaweg ideal: Diese 16 Rundwanderwege stehen der Hauptroute in Sachen Wanderqualität in nichts nach, sind aber weniger bekannt. Sie führen zum Beispiel ins Urdonautal mit seinen Kletterfelsen, zu geheimnisvollen Burgruinen im Anlautertal oder durch die Weltenburger Enge zur Benediktinerabtei Weltenburg mit ihrer fast 1000-jährigen Brautradition. Dort können müde Wanderer nicht nur im Biergarten einkehren, sondern auch ein Schiff besteigen, um durch den spektakulären Donaudurchbruch nach Kelheim zurück zu fahren. Die Schlaufenwege sind zwischen 10 und 25 Kilometer lang und bieten sich damit für ausgedehnte Tagestouren ebenso an wie für entspannte Halbtageswanderungen.

Dazu kommen zahlreiche örtliche Wanderwege. Einige davon sind noch richtige Geheimtipps, auf denen Wanderer selten jemandem begegnen und die Ruhe der Natur voll auskosten können. Andere sind als spannende Lehrpfade mit interaktiven Stationen oder Rekonstruktionen ideal für Familien. Und natürlich führen durch den Naturpark Altmühltal mit seinen zahlreichen Stätten des Glaubens auch verschiedene Pilgerwege, darunter zwei Routen der Jakobswege, der regionale Wallfahrerweg und der Ökumenische Pilgerwanderweg Eichstätt-Heidenheim. Über das Online-Tourenportal der Region kann jeder sich die passende Route nach Thema, Ort oder auch Länge auswählen – schließlich sollte man in der aktuellen Situation besonders darauf achten, unter der persönlichen Leistungsgrenze zu bleiben, um sich zu schützen und das Risiko von Rettungseinsätzen zu minimieren. Doch egal auf welcher Strecke, eines ist beim Wandern im Naturpark Altmühltal sicher: Den Alltag lassen Wanderer hier ganz schnell hinter sich.

Mehr Informationen: www.naturpark-altmuehltal.de/wandern

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