Auf dem Alpenpanoramaweg durch die Freiburger Voralpen

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Der Schwarzsee bietet aber je nach Wetterlage ein farbenprächtiges Schauspiel.
© Switzerland Tourism_Jan Geerk

Die von herber Naturschönheit geprägten Freiburger Voralpen sind ein wahres Paradies für Wanderer: Fast 1.800 Kilometer umfasst das offizielle Wanderwegnetz der Region Fribourg – ideal, um mit gebotenem Abstand in den Bergen unterwegs zu sein. Ein besonderes Highlight ist der Alpenpanoramaweg.

Auf seiner Strecke vom Bodensee zum Genfersee lädt der abwechslungsreiche Pfad auf seinen drei Freiburger Etappen zum Wandern und Genießen ein: Käse, Schokolade, herzliche Gastgeber in den „Alpbeizlis“ und die atemberaubende Natur machen das Wanderglück perfekt. Seit dem 6. Juni sind die Bergbahnen von Schwarzsee, Jaun, Charmey und Moléson (La Berra ab 01. Juli), Campingplätze und Freizeitbetriebe in der Region Fribourg wieder geöffnet. Hotels, Restaurants und Alpbeizlis freuen sich darauf, ihre Gäste mit traditionellen Spezialitäten zu verwöhnen.

Etappe 1: Von Schwarzsee nach Jaun

Die mehrtägige Wanderung durch das Herz der Voralpen beginnt in Schwarzsee. Der gleichnamige See ist zwar „nur“ 0,5 Quadratkilometer groß, bietet aber je nach Wetterlage ein farbenprächtiges Schauspiel. Romantisch eingebettet in der prächtigen Bergkulisse schimmert der See je nach Licht in zartem Türkis, kräftigem Blau oder tiefschwarz. Am ersten Wandertag folgt der Alpenpanoramaweg (Beschilderung Nationale Route Nr. 3) zuerst dem Seeufer und steigt dann gemütlich an in die beeindruckende Bergarena zwischen Schwarzsee, Jaun und Gruyères. Dort wartet das natürliche Highlight der Region, das Naturschutzgebiet Breccaschlund, das zu den schönsten und wildesten Alpentälern der Schweiz zählt. Dieser ursprünglich von Gletschern geformte Bergkessel fasziniert mit seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Nun führt der Weg weiter über einen leichten Anstieg hinauf auf den Euschelspass, der einen herrlichen Blick auf die imposanten Kalkfelsen der bei Kletterern beliebten „Gastlosen“ bietet. Nach einem kurzen Abstieg lädt die Alphütte Ritzlialp ein, die müden Beine bei einem „Chäsplättli“ ein wenig auszuruhen. Frisch gestärkt geht es an grünen Weiden entlang nach Jaun, dem einzigen deutschsprachigen Dorf in der Region La Gruyère. Hier lohnt sich ein Abstecher zum sprudelnden Wasserfall im Dorfzentrum sowie zum Friedhof, der für seine traditionellen Holzgrabkreuze mit detaillierten Schnitzereien bekannt ist.

Daten Etappe 1

Schwierigkeitsgrad: Technik: leicht / Kondition: mittel

Länge: 12 km

Dauer: rund 4 Stunden

Etappe 2 – Von Jaun ins Mittelalterstädtchen Gruyères

Auf dieser Etappe von Jaun nach Gruyères kommen Genießer, Kulturliebhaber und Naturfreunde besonders auf ihre Kosten. Die Wanderung geht entlang der deutsch-französischen Sprachgrenze, liebevoll auch „Röstigraben“ genannt, in Richtung Charmey. Die Geschichte des malerischen Dorfs im Herzen der Region La Gruyère ist eng mit der Produktion und Veredelung des gleichnamigen weltberühmten Käses Le Gruyère AOP verbunden. Zu Beginn folgt der Wanderweg dem Lac de Montsalvens und führt von seiner fast 100 Jahre alten Staumauer zu der spektakulären Jaunbachschlucht. Holzstege, Tunnel, Felsengalerien, kleine Wasserfälle und glattgeschliffene Felsen säumen den Weg und zeigen die einstige Macht der Gletscher. Im nahen Broc ist das Maison Cailler zu Hause. Im Besucherzentrum entführt die Schweizer Schokoladenfabrik ihre Gäste in die Welt der Schokolade und lädt am Ende eines ca. 40-minütigen Rundgangs zum Probieren der Köstlichkeiten ein. Anschließend ist schon von weitem das mittelalterliche Städtchen Gruyères mit seinem imposanten Schloss aus dem 13. Jahrhundert zu sehen. Vorbei an der Pilgerkapelle "Notre-Dame des Marches" aus dem Jahr 1636 geht es hinauf zur Altstadt und zum berühmten Schloss Greyerz. Vor einer grandiosen Natur-Kulisse lädt es zu einer Zeitreise durch acht Jahrhunderte Geschichte und Legenden ein.

Daten Etappe 2

Schwierigkeitsgrad: Technik: leicht / Kondition: schwer

Länge: 22 km

Dauer: 6 Stunden

Etappe 3 – Von Gruyères nach Les Paccots

Von dem mittelalterlichen Städtchen Gruyères geht es weiter durch die teils unberührten Naturlandschaften der Freiburger Voralpen. Der Käse ist in dieser Region allgegenwärtig und der Wanderweg folgt auf dieser Etappe dem „Pfad der Käsereien“. Von Gruyères über Pringy nach La Proveta gibt es zahlreiche Alpkäsereien und die für die Region typischen Chalets, von denen viele als Alphütten betrieben werden und zum Verweilen und (Käse-)Genießen einladen. Was auf dem weiteren Weg liegt, ist ein einzigartiges Panorama. In Richtung Gros Plané und Col de Villard führt die Strecke am Fuße des Moléson, des Aussichts- und Hausbergs der Region Fribourg, entlang. Der Blick schweift in der Ferne abwechselnd über den Genfersee, das Mittelland, den Jura oder die grünen Hänge der Voralpen. Weiter geht es durch den Wald hinab in den familienfreundlichen Ferienort Les Paccots, wo zum Abschluss der 3-Tages-Wanderung die verdiente Stärkung in einem der urigen Gasthöfe wartet.

Daten Etappe 3

Schwierigkeitsgrad: Technik: leicht / Kondition: schwer

Länge: 16 km

Dauer: 5 Stunden

Aktuelle coronabedingte Regelungen in der Region Fribourg

• Generell gilt: Abstand halten, Hygiene beachten

• Vollständige Grenzöffnung der Schweiz zu Deutschland, Österreich und Frankreich ab dem 15. Juni 2020

• Hotels und Restaurants sind geöffnet, Besuch auch für Gästegruppen von mehr als 4 Personen möglich (Kontaktdaten einer Person der Gruppe müssen erhoben werden)

• Geöffnet seit 06. Juni 2020: Bergbahnen (mit Ausnahme La Berra), Campingplätze, Schwimmbäder & Wellness, Zoos & botanische Gärten, Freizeitbetriebe, Theater & Kinos

Aktuelle Informationen unter https://www.fribourgregion.ch/de/Z12613/aktuelle-touristische-situation-bezueglich-covid-19

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