Barrierefrei durch Xanten

Im Xanten am Niederrhein wurde 2014 ein barrierefreier Rundwanderweg über sieben Kilometer angelegt. wanderlust sprach mit der Geschäftsführerin der Niederrhein Tourismus, Martina Baumgärtner, über das Projekt.

wanderlust: Frau Baumgärtner, was genau bedeutet barrierefreies Wandern?

Martina Baumgärtner: Es bedeutet, dass die Wanderwege selbst, Sitzgelegenheiten, Toiletten etc. für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigung und/oder Rollstuhlfahrer ohne besondere Erschwernis und ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. Hundertprozentige ­Barrierefreiheit kann es jedoch nicht geben. Unsere Rundwanderung durch die Innenstadt von Xanten ist möglichst barrierefrei und für ­Menschen mit Behinderung gut zu schaffen. Außerdem wurden dafür 30 Betriebe gemäß dem bundeseinheitlichen Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ auf Barrierefreiheit untersucht, darunter Hotels, gastronomische Einrichtungen, Tourist-Informationen und Sehenswürdigkeiten.

Wie entstand die Idee zum barrierfreien Rundweg durch Xanten?

Wir möchten auch Menschen mit Mobilitätseinschränkung die Möglichkeit zum Wandern geben. Die gut ausgebauten und überwiegend flachen Wander­wege Pieterpad sowie Jakobsweg 3 und 4, die durch den Niederrhein, Gelderland, Noord- und Midden-Limburg verlaufen, bieten gute Voraussetzungen dafür. Im Rahmen unseres Projektes „Fernwandern“ entstand daher die Idee, eine barrierefreie Servicekette für den Gast anzubieten, die einen Rundwanderweg, angeschlossene Gastronomie und Hotels, behindertengerechte WCs und Parkmöglichkeiten beinhaltet. Außer durch Xanten wurde noch ein barrierefreier Rundwanderweg durch Nimwegen in den Niederlanden erschlossen.

Wo können sich Interessierte über beide Wanderwege informieren?

Auf www.einfach-wanderbar.de gibt es die genaue Beschreibung der Wege, alle wichtigen Informationen und die Kennzeichnung eventueller Schwachstellen. So kann jeder Gast selbst entscheiden, ob die Tour für ihn geeignet ist.

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Ohne Hindernisse: Der Rundweg durch Xanten ermöglicht auch Rollstuhlfahrern entspanntes Wandern.

Wie wurde die Entwicklung umgesetzt?

Wir haben in enger Zusammenarbeit mit der NatKo (Tourismus für Alle Deutschland e. V.) und dem Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT ­Berlin e. V.) beide barrierefreien Rundwanderungen erarbeiten lassen. Ein Rollstuhlfahrer hat an der Wegführung mitgewirkt und den Weg selbst getestet.

Sind weitere barrierefreie Routen geplant?

Wir möchten gerne das Thema Barrierefreiheit und „Reisen für Alle“ weiter in unserer Region intensivieren. Es ist geplant, weitere Betriebe und auch Wegestücke entsprechend zertifizieren und kennzeichnen zu lassen.

www.einfach-wanderbar.de

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 05 / 2015

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