Die globale Superkolonie

Die „National Geografic“ berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe von der „Invasion“ der Argentinischen Ameise (Linepithema humile).

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Diese nur zwei Millimeter große Ameisenart verbreite sich über schlecht gereinigte Frachtcontainer. Es ist die erste Art, die nicht aus sich verdrängenden Einzelvölkern besteht. Stattdessen unterstützen ihre „Stämme“ sich gegenseitig bei der Verteidigung und Ernährung der jeweils „gegnerischen“ Königinnen – und davon haben diese Völker nicht nur eine, sondern bis zu zwanzig. Durch Kommunika­tion und Zusammenarbeit seien sie der größte Sozialverband aller Insekten weltweit, Sie haben entlang der europäischen Mittelmeerküste eine Kolonie gigantischen Ausmaßes aufgebaut. Diese erstreckt sich über 6.000 Kilometer von Nord­italien über Frankreich bis nach Portugal. Milliarden von Arbeiterinnen bilden einen gigantischen ­Superorganismus. Sie kämpfen mit unglaublicher Aggressivität, selbst deutlich größere Arten haben gegen diese Masse und die „Eierflut“ mehrerer Königinnen keine Chance. Dazu vertragen die Tiere klimatische Schwankungen und fressen praktisch alles bis hin zum Hausmüll. Gegenmaßnahmen: Durch die Macht der Masse fürchten Wissenschaftler um ganze Ökosysteme und versuchen jetzt mittels künstlicher Duftstoffe – Ameisen kommunizieren über Gerüche –, die Völker auseinanderzulocken und so zu schwächen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 05 / 2013

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