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Erster Premiumwanderort in NRW

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© vr-easy

Bad Berleburg ist der erste Premium-Wanderort in ganz Nordrhein-Westfalen. Damit steigt das Naturparadies in die Avantgarde des Wandertourismus auf. Deutschlandweit gibt es nur zwei weitere Destinationen, die das begehrte Qualitätszertifikat des Deutschen Wanderinstituts besitzen.

„Die Freude ist riesengroß“, sagt Andreas Bernshausen, Geschäftsführer der BLB-Tourismus GmbH und ergänzt: „Nach einer langen Vorbereitungsphase, vielen Arbeitssitzungen und einem akribischen Prüfungsverfahren haben wir es jetzt geschafft. Das macht stolz und ist die Belohnung für den Aufwand, den wir alle betrieben haben!“ Tatsächlich hat das Projekt „Premium-Wanderort“ nicht nur die Touristiker, sondern auch die Partner im regionalen Netzwerk lange Zeit begleitet. Allen voran ist dabei Wanderexperte Rüdiger Grebe zu nennen, dessen wertvolle, kreative und wissenschaftliche Arbeit das Vorhaben überhaupt ermöglicht hat. In enger Abstimmung mit den lokalen Akteuren auf Stadt- und Kreisebene aber vor allem auch dank der fachlichen Begleitung von Klaus Erber, Vorsitzender des Deutschen Wanderinstituts, ist aus der Vision nun Wirklichkeit geworden. Das Zertifikat liegt druckfrisch auf dem Tisch.

Die herausragende Auszeichnung für Bad Berleburg lobt auch Bürgermeister Bernd Fuhrmann: „Dieses Qualitätssiegel bestätigt und unterstreicht unseren nachhaltigen Weg – und daher geht mein Dank an alle, die sich dafür eingesetzt und daran mitgewirkt haben.“ Die gute Kommunikation und der Dialog miteinander seien in dem Projekt äußerst wichtig gewesen. Und dabei seien neben den Touristikern und Verwaltungsmitarbeitern, den Planern und den Politikern eben auch die vielen Grundstücks- und Flächeneigentümer gemeint. Fuhrmann: „Im gegenseitigen Verständnis wurden viele Themen schnell und unkompliziert geklärt und dadurch der Weg zum Erfolg geebnet.“ Insbesondere in der aktuellen Situation des Waldes und vor dem Hintergrund der aufwendigen Forstarbeiten gelte es, die Menschen mitzunehmen. „Das Waldbild verändert sich, dem müssen wir uns stellen und gemeinsam Lösungen erarbeiten“, so Fuhrmann weiter.

Mit dem Zertifikat „Premium-Wanderort“ eröffnen sich den Berleburgern nun viele Chancen im Wettbewerb um die aktiven Urlauber. „Das Wandern boomt seit Jahren, aber auch der Anspruch an die Wege ist enorm gestiegen“, weiß Andreas Bernshausen und fügt an: „Zudem hat sich in den vergangenen Jahren die Zielgruppe etwas verändert. Es sind immer mehr junge, aktive Menschen – oft auch Familien – in der Natur unterwegs.“ Genau dort gelte es gezielt und strategisch anzusetzen. „Wir haben von Anfang an dieses zielstrebige und ehrgeizige Projekt unterstützt und sind nun natürlich stolz auf die erfolgreiche Arbeit“, sind sich Holger Saßmannshausen (Jugendförderverein) und Karsten Wolter (Markt und Tourismus e.V.) als Gesellschafter der BLB-Tourismus GmbH einig. Unsere Region sei ein landschaftliches Kleinod mit ausgezeichneten Wanderwegen. Dieses Qualitätsversprechen könne man nun konsequent vermarkten.

Den Bekanntheitsgrad weiter steigern und damit das Naturparadies noch prominenter machen – darin sehen auch die heimischen Politiker eine Perspektive für die Zukunft. „Das Zertifikat ist absolut verdient und die Ernte für eine langjährige, gute Arbeit“, lobt Martin Schneider, CDU-Fraktionsvorsitzender. Genauso sieht das auch Iris Gerstmann, stellv. Fraktionsvorsitzende der SPD: „Spitze, einfach nur spitze! Das bringt uns auf dem Weg zu einer großen Wanderregion noch weiter nach vorne.“

An der Auszeichnung zum Premium-Wanderort haben die Berleburger entschlossen und konstruktiv gearbeitet. Rund um Bad Berleburg gibt es aktuell vier Premiumwanderwege: Wittgensteiner Schieferpfad, Via Adrina, Via Celtica und Bei de Hullerkeppe. Hinzu kommt der Themenweg „Märchenspur“, der im vergangenen Herbst als erster Premium-Spazierwanderweg in Südwestfalen zertifiziert wurde. Zusätzlich haben aber auch innovative Ideen entlang der Wege begeistert: Beispielsweise die Waldrast, an der die Wanderer sich mit Getränken aus dem Erdkühlschrank erfrischen können. Oder das „grüne i“, eine neue Marke, mit der Waldwissen und Naturschutz direkt vor Ort vermittelt werden. Oder die Augensteine, die eine ganz neue Sichtweise auf lokale Denkmäler und Sehenswürdigkeiten geben.

„Der Gast möchte eine unverwechselbare Region kennenlernen, es gilt also Alleinstellungsmerkmale darzustellen. Insbesondere Gastronomie- und Übernachtungsleistung, aber auch Mobilitätsangebote sind für ein gelungenes Wandererlebnis von fast ebenso großer Bedeutung wie der Weg selbst. Immer wichtiger wird die Verfügbarkeit von regionalen Produkten“, so beschreibt das Deutsche Wanderinstitut im Anforderungsprofil. Das Konzept der Zertifizierung sieht vier große Bausteine vor: Ausstattung mit Wanderwegen, Wander-Informationssystem, Angebot von wanderfreundlichen Gastgebern, Angebote von geführten Wanderungen und Events. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von drei Jahren.

Auf diese bedeutende Auszeichnung soll natürlich mit vielen Gästen in großer Runde angestoßen werden. Im Frühjahr nächsten Jahres und damit zum Start in die neue Wandersaison wird es eine Veranstaltung für Einheimische wie auch Besucher geben – und zwar mitten im Naturparadies, um den Premium-Wanderort mit allen Sinnen zu erleben. Es gibt ja schließlich etwas zu feiern!

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