Gefahrenherd Zecke – wie kann ich vorbeugen?

Klein, leise und auf keinen Fall zu unterschätzen – auch 2016 stehen Naturliebhaber wieder vor der Herausforderung Zecke. Nur wenige Millimeter groß, macht sie weder vor Tieren noch vor Menschen Halt. Meist auf Wiesen, in Wäldern, Stadtparks und Gärten präsent, lauert das Spinnentier geduldig auf seine Opfer, um sich unbemerkt an ihrem Blut zu laben.

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Zecken lauern in einer Wiese
© www.zecken.de

Während ihres „Festmahls“ können Zecken bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen. Dazu zählen neben Borreliose-Bakterien auch das FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Virus, welches zu einer Erkrankung des zentralen Nervensystems und der Hirnhaut bis hin zu dauerhaften Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen oder Atemschwäche führen kann. Entsprechend heißt es also auch in diesem Jahr wieder: Aufgepasst in der Natur!

Die richtige Vorbereitung, bevor es nach draußen geht und das passende Outfit können die Zecke bereits vor ernsthafte Probleme stellen. Denn Gummistiefel bzw. festes Schuhwerk und geschlossene Kleidung helfen nicht nur, trockenen Fußes durch das Unterholz zu wandern, sie erschweren es der Zecke auch, direkt an ihrem vermeintlichen Opfer anzudocken. Insektenabweisende Mittel, die auf Haut und Kleidung aufgesprüht werden, können den Schutz vor den Spinnentieren zusätzlich erhöhen. Mit heller Kleidung, die das Auffinden von Zecken erleichtert und dem Absuchen des eigenen Körpers nach einem Ausflug in die Natur bleibt der ungebetene Gast in der Regel nicht unerkannt und kann entfernt werden. Die aufgezählten Vorsichtsmaßnahmen machen Naturliebhaber daher weitestgehend zu Spielverderbern gegenüber der Zecke.

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Ein Kind bei der Zeckenschutzimpfung
© www.zecken.de

Trotz aller Vorsicht gilt: Eine 100-Prozent-Garantie, von Zecken und ihrem gefährlichen Stich verschont zu werden, gibt es nicht. Neben den oben genannten Vorsorgemaßnahmen kann auch eine Impfung davor schützen, sich bei einem Zeckenstich mit dem FSME-Virus zu infizieren. Bei der FSME-Impfung werden abgetötete FSME-Viren in den Körper injiziert. Ein kleiner Pikser mit einer mitunter großen Wirkung: Im Anschluss an die Injektion produziert das Immunsystem spezielle Abwehrstoffe (Antikörper). Diese Antikörper helfen dabei, nach einer vollständig durchgeführten FSME-Impfung den FSME-Virus zu erkennen und zu zerstören.

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Die Zecke auf der Suche nach der Einstichstelle
© www.zecken.de

In Deutschland reicht die Zeckensaison in der Regel von Februar bis Oktober, der Impfschutz sollte aber bestenfalls das gesamte Jahr bestehen. Der ideale Zeitpunkt für den Beginn der Grundimmunisierung liegt im Winter. Möglich ist aber auch eine Schnellimmunisierung innerhalb weniger Wochen. Moderne FSME-Impfstoffe für Kinder und Erwachsene wurden bereits millionenfach in ganz Europa geimpft und werden von allen Altersgruppen meist gut vertragen. Und auch die Kleinsten können von den Vorteilen einer FSME-Impfung profitieren: Für Kinder ist die Impfung, die nach dem gleichen Schema wie bei Erwachsenen durchgeführt wird, bereits ab einem Jahr verfügbar. Erster Ansprechpartner für die FSME-Impfung ist in der Regel der Haus- oder Kinderarzt. Nähere Infos gibt es hier.

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