Zähl mal, was da krabbelt und flattert

Mach mit beim „Insektensommer“ vom Naturschutzbund (NABU). Es ist eine bundesweite Insektenzählung in Deutschland. Naturfans sind dazu aufgerufen, in ihrer Umgebung vom 3. bis zum 12. August Insekten zu beobachten und online zu melden.

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Siebenpunkt-Marienkäfer.
© NABU / Helge May

„Mit dem Insektensommer wollen wir auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam machen - eine Tiergruppe, die leider stark gefährdet ist“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt!“ In Deutschland gibt es nach Schätzungen 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor.

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Tagpfauenauge.
© NABU/ Frank Derer

Hilfe beim Bestimmen und Zählen bietet die neue App „Insektenwelt“, die der NABU zum Start des Insektensommers entwickelt hat. „Die Besonderheit der App ist eine fotografische Erkennungsfunktion“, sagt Daniela Franzisi, NABU-Insektenexpertin. „So können die Tiere einfach und schnell mit dem Smartphone fotografiert und automatisch erkannt werden.“ Außerdem bietet die App ausführliche Insektenporträts der 122 bekanntesten Arten, die in Deutschland vorkommen. Die App ist kostenfrei unter www.NABU.de/apps erhältlich sein.

Egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling - beim Insektensommer soll alles gezählt werden. Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Es ist wirklich einfach: alle Insekten notieren, die innerhalb einer Stunde gesehen oder entdeckt wurden. Am besten auch unter die Blumentöpfe oder Steine schauen. Beobachten und zählen kann man fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Die Aktion geht vom 3. bis 12. August.

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Hainschwebfliege.
© NABU/Helge May

Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für unser Ökosystem, tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund.

Weitere Informationen gibt es unter hier und unter www.nabu.de.

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Steinhummel.
© NABU/Helge May

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