Luftikusse: 24 leichte Wanderschuhe und Sandalen im Komfortcheck

Schwere Hightech-Expeditionsstiefel sind die Königsklasse unter den Wanderschuhen, erfüllen aber nicht die Ansprüche der breiten Masse. Selbst abgespeckte Versionen bieten häufig immer noch zu viele Features. Deshalb stehen bei den 24 leichten Wanderschuhen und Sandalen im ­aktuellen wanderlust-Test Aspekte wie Gewichtsersparnis, Fußklima und Gehkomfort im Fokus.

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© Thomas Berger

Schaut man sich den Straßenverkehr in unseren Großstädten an, entdeckt man eine Unmenge an großen, geländetauglichen Wagen, die in ihrem Leben nicht mehr Schmutz gesehen haben als das herbstliche Laub in der Parkbucht. Dafür schleifen die Boliden jede Menge Zusatzgewicht an Technik mit sich, die zwar teuer und anfällig ist, aber nie wirklich zum Einsatz kommt – nur für den Fall, dass!

Das Bild ist so nicht eins zu eins auf den Wandersmann übertragbar, doch manch einer sollte sich schon mal überlegen, ob sein Equipment denn auch zu seinen Aktivitäten passt. Denn die Qualität von Wanderschuhen ist nicht linear, will heißen: Die Produkte werden mit steigendem Preis, mehr Ausstattung, massiverer Bauart, stabilerer Sohle oder gröberem Profil nicht zwangsläufig auch „besser“ für den Nutzer! Im Gegenteil: Features, die im Hochgebirge unabdingbar sind, wie ein stabiler Geröllschutz und bis weit in den Unterschenkel hinaufreichende Schäfte, oder Qualitätsmerkmale wie eine gezwickte, wiederbesohlbare Bauart machen einem auf dem Städtetrip oder bei Langdistanzen auf ausgebauten Routen das Leben eher schwer.

Einordnen bitte!

Damit Kunde und Verkäufer ein und dieselbe Sprache sprechen, wenn es um die zu bewältigende „Landschaft“ geht, hatten gleich mehrere Firmen, Institutionen und Vereine die Idee, Skalen anzulegen, die Beschaffenheit von Untergrund und Profil einer Route zu Kategorien mit aufsteigendem Anforderungs- oder Schwierigkeitsgrad zusammenfassen. Der Deutsche Alpenverein zum Beispiel geht ähnlich vor wie die alpinen Skifahrer und codiert drei Typen von Wanderwegen mit Farben von Blau für einfache Wege ohne „absturzgefährliche Passagen“ über Rot bis bin zu schwarzen Strecken mit Kletterstellen und Abschnitten, an denen man sich zwingend sichern muss.

Die „SAC-Wanderskala“ des Schweizer Alpenclubs untergliedert Bergwege deutlich feiner. Auf Level „T1“ werden sogar ganz offiziell Sportschuhe als ausreichendes Material gelistet. Auch auf „T2“-Wegen können man mit leichten Trekkingschuhen, wie wir sie hier testen, noch bestehen. Die weiteren vier Klassen bis „T6“ steigern sich bis zur Notwendigkeit von Pickel und Steigeisen. In diesen alpin angehauchten Skalen werden aber Passagen wie simple Waldwege, Städtewanderungen oder Kurztrips auf ausgebauten Wanderwegen gar nicht berücksichtigt.

Für diese breit aufgestellten Anforderungen an Wanderschuhe haben sich zwei Hersteller-Raster bewährt. Lowa und Meindl unterteilen ihre Produkte in fünf bzw. sechs Klassen, jedoch gegenläufiger Ordnung. Bei Lowa sind die Schuhe der Kategorie „1“ für Gletschertouren und ähnliches gerüstet, die „5er“ für gute Wege und sogar den Alltagsgebrauch. Die noch gängigere Meindl-Systematik beginnt bei „A“ für genau diesen Typ Schuh, über „A/B“ für Forst- und Wirtschaftswege und Mittelgebirge, über vier weitere Schritte und Zwischenschritte bis zum „D“-Schuh für Eistouren und Expeditionen.

Den kompletten Test inklusive aller Daten, Statistiken und Bewertungen erhalten Sie im Heft 3/2016 von Wanderlust. Hier können Sie das Heft nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 03 / 2016

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