Wetterfest und warm

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Mit der richtigen Jacke lässt sich bei jedem Wetter mit Freude wandern.
© Moritz Attenberger

Damit Wanderungen an kalten und nassen Tagen Freude bereiten, ist die Wahl der richtigen Jacke von entscheidender Bedeutung. Was die neuesten Modelle dem Wetter entgegensetzen können, haben wir in freier Natur getestet.

Text: Ralf Kerkeling

Als Schutz gegen Wind und Kälte kommt in der nun -anstehenden Jahreszeit der Wanderjacke eine entscheidende Rolle zu, denn das Wetter schlägt häufig Kaprio-len. Auf Sonne folgt Regen, die Grundtemperatur wird in den kommenden Wochen stetig sinken. Doch wie heißt es so schön? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Aber welche Wanderjacke ist nun die richtige für die Zeit zwischen Oktober und März? Ist es gar sinnvoll, sich unterschiedliche Jacken zuzulegen? Ginge es nur um einen Schutz gegen Regen, wäre die Frage klarer zu beantworten. Nimmt man jedoch das Kriterium Wärmeleistung hinzu, wird es komplizierter, zumal das Temperaturempfinden eines jeden Menschen sehr unterschiedlich ist. Nicht umsonst wird von einer „gefühlten“ Temperatur gesprochen.

Clever schichten

Während eine Daunenjacke „Wärmend“ quasi als Gütesiegel trägt, werden Hard-shells und somit auch 3-Lagen-Jacken an dieser Stelle häufig unterschätzt. Im Gegensatz zu einer Daunenjacke sind 3-Lagen-Jacken in der Regel leichter und vom Material her flexibler. Sie sind robuster, was dem Einsatz im offenen Gelände und dem Tragen eines Rucksacks entgegenkommt. Zudem isolieren sie nahezu perfekt gegen Regen und Wind. Durch das Zwiebelprinzip leisten sie ihren Beitrag zur Wärme des Körpers. Denn: Kälteempfinden entsteht nicht nur durch knackige Minusgrade, sondern auch durch Wind auf verschwitzter Haut. Zudem kommt es bei einer Entscheidung für einen bestimmten Jackentyp auch darauf an, für welchen Zweck der Wetterschutz benötigt wird.

Ein Beispiel: Versteht man die Jacke als einen Teil des Zwiebelprinzips, lässt sich ein aktives Wandern auch an kälteren Tagen mit einer vergleichsweise dünnen Hardshelljacke ausführen. Die weiteren Schichten, vor allem der Baselayer, unterstützen den Körper dabei, die Wärme zu speichern, Feuchtigkeit aber nach außen zu transportieren. Die überwiegende Mehrheit der Jacken im Test besitzt zudem eine Membran. Dies bewirkt, dass Flüssigkeit von außen ferngehalten wird, von innen jedoch austreten kann. Das gelingt auch mit Wolle, allerdings nicht zu 100 Prozent. Wichtig hierbei – und das kann nicht häufig genug angesprochen werden: Die einzelnen Schichten müssen aus Funktionsmaterialien bestehen. Ein Baumwollshirt dazwischen – und das Prinzip geht nicht mehr auf. Die Folge: Schweiß bleibt am Körper, und es wird einem schneller kalt, eine Erkältung droht. Das braucht schließlich niemand, und es lässt sich einfach vermeiden.

Folgende Jacken wurden getestet:

2117 of Sweden – Krusbo

Hyphen Sports – Jamspitz

Jack Wolfskin – Mount Rainier Parka

Klättermusen – Balderin

Maier Sports – Gravdal XO

Mammut – Chamuera Thermo Parka

Marmot – Precip Eco Jacket

Montane – Ultra Tour

Pinewood – Tikaani Anorak

Sherpa – Makalu

Schöffel – Val d‘Isere

Vaude – Miskanti 3in1 Jacket II

Den vollständigen Test inklusive aller Daten und Bewertungen finden Sie in Ausgabe 1/2020 von wanderlust. Hier können Sie das komplette Magazin nachbestellen.

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