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Altes Land: Eintauchen ins Blütenmeer

Äpfel und Kirschen bestimmen die Jahreszeiten im Alten Land. ­Während Obstbauern auf Hochtouren arbeiten, dürfen Wanderer das Blüten­spektakel in dem ursprünglich anmutenden Kulturland entspannt genießen. Doch Vorsicht: Im späten Frühjahr kann Eis irritieren!

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­Kirschblüte vor einem reetgedeckten Haus am Lühedeich
© Beate Wand

Text & Fotos: Beate Wand

Es schneit! Und das im Mai: ­Weiße und zartrosa Blütenblätter rieseln im Zickzack zu ­Boden. „­Hihi-hihi“, jauchzen und kichern die beiden Mädchen auf dem Rasen neben der Jorker Hauptwettern, einem Entwässerungsgraben in der heimlichen Hauptstadt des Alten Lands. Ganz im Blütenrausch versuchen sie beide, herabsegelnde Blüten­blätter auf den Chip ihrer Kamera zu bannen, während diese über ihren Köpfen, vor dem Gesicht und um den ganzen Körper tänzeln. Auf dem Boden häuft sich genügend Wurfmaterial für den nächsten Versuch: Ganze Hügel aus Kirschblütenblättern täuschen vor, der letzte Schnee sei nach dem hartnäckigen Winter immer noch nicht ganz aus dem Alten Land an der Unterelbe zwischen Stade, Buxtehude und Hamburg verschwunden.

Die Herren der Gezeiten

Auf dem Parkplatz nebenan warten rote Doppeldecker-Cabrio-Busse auf Passagiere. Zur Obstblüte kutschieren sie Besucher auf Augenhöhe durch die Pracht. Denn nicht nur in Jork, sondern im ganzen Alten Land sprießen Anfang Mai die Blütenblätter wie Schaumkronen über den Stämmen der Kirschbäume. Ein Anblick, der das Herz höherschlagen lässt. Etwa 15 Millionen Obstbäume lassen das Alte Land jedes Frühjahr in einem Blütenmeer versinken. Kirsch- und Pflaumensorten erstrahlen zuerst, die Apfelbäume vollenden das Spektakel. Seit fast 700 Jahren pflücken die Altländer schon Äpfel, Kirschen, Birnen und Pflaumen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts spezialisierten sie sich regelrecht auf den Obstbau. Bis heute leben die Menschen im größten zusammenhängenden Obstbaugebiet Nordeuropas überwiegend davon, ihr Obst zu verkaufen und zu verschicken.

Den kompletten Text inklusive aller Fotos, der Tourenbeschreibung sowie der Tourenkarte zum sammeln und nachwandern erhalten Sie in Heft 2/2014 von wanderlust.

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Welch lauschiges Plätzchen: Der Naturgarten des Café Gosch rollt sich – eingerahmt von ­Kirsch­bäumen – vom äußeren Deichfuß bis an die Lühe.
© Beate Wand

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 02 / 2014

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