An stillen Wassern

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„Anglers Traum“ heißt diese schnuckelige Hütte, von der man das Zeulenrodaer Meer wunderbar überblickt.
© Günter Kast

Der 45 Kilometer lange Talsperrenweg Zeulenroda ist die perfekte Wanderung, um das Thüringer Vogtland mit seinen sanft geschwungenen Hügeln und grünen Tälern kennen und lieben zu lernen.

Text: Günter Kast

Keine Frage: Wir sind schon richtig gespannt auf die Wanderung rund um das Zeulenrodaer Meer. Doch jetzt gerade fällt es uns schwer, in die Gänge zu kommen: Das Bio-Seehotel, unser „Basislager“ für zwei Nächte, ist einfach zu komfortabel und bequem. Man könnte sich im Panorama-Spa in der sechsten Etage eine Massage gönnen. Im Strandbad in die Sonne blinzeln. Sich im Biergarten ein frisches Pils zapfen lassen. Im Hochseilgarten herumturnen. Das in Sichtweite gelegene Erlebnisbad „Waikiki“ besuchen, das jedes Jahr rund 200.000 Gäste aus ganz Deutschland anlockt. Auf der „Seestern-Bühne“ den Proben zu einem Live-Konzert lauschen. Oder ein Tretboot leihen und sich einfach vom Wind treiben lassen … Kurzum: Man könnte es hier auch ohne zu wandern gut aushalten.

Zertifizierter Qualitätsweg

Keine zehn Minuten später steht fest: Es wäre ein Fehler gewesen, nicht in den Vorwärtsgang geschaltet zu haben, obwohl das Hotel mit seiner großzügigen Infrastruktur zweifellos ein Leuchtturm auf der touristischen Landkarte Thüringens ist. Nein, das Zeulenrodaer Meer muss man schon zu Fuß erkunden, denn der 45 Kilometer lange Rundweg um die beiden Talsperren im Weida-Tal ist ein zertifizierter Qualitätsweg, der es in Sachen Naturerlebnis locker mit anderen Premium-Wegen in deutschen Mittelgebirgen aufnehmen kann.

Doch der Reihe nach: Bis 1957 war die Weida, deren Wasser via Elster der Elbe zuströmt, ein unaufgeregt dahinplätscherndes Flüsschen. Dann ließ die damalige DDR-Führung die Weidatalsperre bauen – nicht zur Stromerzeugung, sondern zur Sicherung der Trinkwasserversorgung. 1975 kam die Zeulenrodaer Talsperre hinzu, und das von den Einheimischen liebevoll Zeulenrodaer Meer genannte Stausee-System war fertig. Fürs Freizeitvergnügen durfte dieser Kunst-Ozean jedoch nicht genutzt werden, um ihn nicht zu verunreinigen. Das änderte sich offiziell erst 2012 – da allerdings gab es den Rundweg bereits seit mehreren Jahren. Auch die Bauerfeind AG, die seit der Wende wieder am ursprünglichen Firmensitz in Zeulenroda-Triebes orthopädische Hilfsmittel produzieren lässt, hatte ihr Bio-Seehotel bereits eingeweiht.

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 5/2020. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

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