Auf den Schwingen des Habichts

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Der Habichtswaldsteig wurde 2011 eröffnet.
© Wolfgang Stelljes

Er führt quer durch den Naturpark Habichtswald und verbindet das UNESCO-Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe mit den Buchenwäldern im Nationalpark Kellerwald-Edersee, einem UNESCO- Weltnaturerbe – der Habichtswaldsteig, ein rund 85 Kilometer langer Premiumwanderweg. wanderlust war vor Ort!

Text: Wolfgang Stelljes

Nein, einen Habicht haben wir nicht gesehen, auch wenn wir ihn mit unserem kindlichen Gemüt im Habichtswald eigentlich erwartet hätten. „Der Habicht ist ein sehr scheuer Vogel“, sagt Claudia Thöne, „den sieht man eher an Waldrändern.“ Dort wartet der „Überraschungsjäger“ auf schnelle Beute. „Und dann fehlt manchmal ein Huhn.“ Immerhin, Thöne hat ihn schon gesehen, auch wenn sie von Amts wegen eher nach anderen Dingen Ausschau hält, zum Beispiel fehlenden Markierungen auf dem Habichtswaldsteig.

Die 57-Jährige ist in der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Habichtswald verantwortlich für den Wanderweg, und das von der ersten Stunde an. 2007 muss es gewesen sein, da saß ein Kreis von Bürgermeistern zusammen und überlegte, wie man den Naturpark für Wanderer attraktiver machen könnte. Die Runde holte sich fachkundigen Rat von Rainer Brämer, einem Natursoziologen, der meist mit dem Ehrentitel „Wanderpapst“ vorgestellt wird und der bereits über große Erfahrung im Projektieren von Premiumwegen verfügte. Vier Jahre später, 2011, wurde der Habichtswaldsteig er- öffnet. Wieder ein paar Jahre später, 2017, adelte Brämer eben diesen Habichtswaldsteig als seinen persönlichen Tipp in der Region.

Fernblicke fürs gute Gefühl

Ein Grund sind sicher die schönen Aussichten, die dieser Weg bereithält. Der Blick in die weite Landschaft vermittelt ein Gefühl von Sicherheit, sagt Brämer, ein Urbedürfnis des Menschen, fest verankert in unserer DNA. Und mit solch sicherheitsrelevanten Fernblicken kann der Habichtswaldsteig aufwarten. Das fängt an beim Hohen Dörnberg, dem höchsten Punkt der Strecke, der einst schon den Kelten Schutz bot, und endet beim Schloss der ehemaligen Fürsten von Waldeck, heute mit Panoramablick auf den Edersee. Mittendrin, nicht ganz auf halber Strecke, liegt die Weidelsburg, ein Musterbeispiel für mittelalterliches Sicherheitsbedürfnis. Die Burg thront auf einem Vulkankegel, das umliegende Gelände war früher waldfrei, also gut einsehbar und leicht zu kontrollieren. Auch wenn solche Überlegungen heute keine Rolle mehr spielen – Besucher der größten Burgruine Nordhessens freuen sich, dass sie an guten Tagen im Westen den Kahlen Asten und im Osten den Hohen Meißner ausmachen können, beide immerhin um die 50 Kilometer entfernt. Und am Horizont außerdem Kellerwald, Rothaargebirge und Eggegebirge.

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 2/2021. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

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