Bei der Vogelstimmenwanderung

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Peter von der Beek (l.) und Christoph von der Beek halten in Wassenberg die Vogelwelt im Blick.
© Daniel Elke

Vogelstimmenwanderungen bieten eine schöne Möglichkeit, den Gesang der heimischen Vögel kennenzulernen. In Wassenberg, nahe der niederländischen Grenze, führt eine Wanderung schon seit über einem halben Jahrhundert durch die Vogelwelt. Schließen Sie sich einfach an und lauschen Sie über die QR-Codes den verschiedenen Vogelstimmen. Je nach Smartphone kann dafür eine App zum Scannen von QR-Codes erforderlich sein.

Text: Daniel Elke

Eine Vogelstimmenwanderung, die schon seit mehr als 50 Jahren stattfindet, als Tradition zu bezeichnen, erscheint noch untertrieben. Die Brüder von der Beek führen durch die Wälder, Wiesen und Felder rund um Wassenberg für den örtlichen Heimatverein eine Wanderung, die vor 50 Jahren schon von ihrem Vater geleitet wurde. Willi von der Beek, der Vater, konnte seine Begeisterung für die heimische Vogelwelt an seine Kinder weitergeben. Leider hat die Pandemie vorerst auch hier allen Terminen einen Riegel vorgeschoben. Dennoch freuen sich die Brüder, schon bald wieder viele Besucher durch die Vogelwelt und Natur führen zu können. Ich treffe die beiden in Wassenberg.

Mit offenen Ohren

Mein Unterricht in Vogelkunde beginnt schon am Treffpunkt, einem Parkplatz am Effelder Waldsee. Christoph von der Beek steigt aus dem Wagen und hebt sofort seinen Zeigefinger in die Luft. Während meine Sinne noch durch den Nachklang des Straßenverkehrs gedämpft sind, nimmt der erfahrene Vogelkundler direkt den allgegenwärtigen Singsang der Umgebung wahr und fängt an, die Arten zu bestimmen. Er hält kurz inne und fasst dann zusammen: „Also, da ist jetzt schon einiges zu hören: Amsel, Spatz, Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke und Rabenkrähe.“ Ich bin begeistert.

Innerhalb von wenigen Sekunden hat der Fachmann schon fünf Arten ausgemacht. Hier am Effelder Waldsee ist aber auch immer etwas zu hören. Denn durch die Nähe zu Wasser und Wald ist die Artenvielfalt der Vögel hier besonders groß. Bis zu 50 Arten konnten die Brüder bei ihren Wanderungen am See schon bestimmen. Wir wandern neben dem See in Richtung der deutsch-niederländischen Grenze. Diesmal hebt Peter den Finger in die Luft. „Da sind wieder die Mönchsgrasmücke und ein Zilpzalp.“ Der Name für diese beiden Singvögel könnte nicht besser gewählt sein.

Die Mönchsgrasmücke ist ein eher unscheinbarer Vogel ohne eine besondere Färbung im Gefieder. Aber auf dem Kopf des kleinen Vogels sind die Federn zu einer dunkeln Kappe gefärbt, die an die Frisur eines Mönches erinnert. Der Zilpzalp hingegen ist nicht durch sein Aussehen, sondern durch den Ruf zu seinem Namen gekommen. Das rhythmische „zilp-zalp“ geht sofort ins Ohr, und hat man einmal das Geräusch im Gedächtnis, lässt sich dieser Vogel sehr einfach bestimmen. Hören Sie ihn doch einmal selbst, mithilfe des QR-Codes.

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 5/2021. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

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