Biosphärenreservat Schaalsee: Alles total verelft!

Egal, ob man sich aus Neuenkirchen oder Lassahn dem Neuenkirchener See nähert – man muss durch ein Portal aus dicken, alten Buchen schlüpfen. Eine Art Elfentor, das in eine andere Welt entführt. Die Welt des kleinen Volks vom Schaalsee.

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Geschützter Zauberwald: Der Elfenpfad am Neuenkirchener See schlängelt sich durch das Biosphärenreservat Schaalsee. Der benachbarte Schaalsee trennte früher Ost- und West-Deutschland voneinander. Die Natur im Todesstreifen entwickelte sich zu einer wahren Lebensader. Rund um den Neuenkirchener See auch für wundersame Wesen!
© Beate Wand

Text & Fotos: Beate Wand

Er flötet, schwebt geradezu heran, während ich noch auf den Resten meines Frühstücksbrötchens kaue. Er bringt es irgendwie fertig, seine Lippen nur in der Mitte zu schließen und durch die beiden entstandenen Lücken Töne zu tirilieren. Eine Feldlerche! Dabei setzt er sich und grinst auch noch. Mit den Augen. Sie ist nicht die einzige, die er beherrscht: Uwe Westphal imitiert etwa 130 Vogelstimmen. Auf Vogelexkursionen, für TV-Reportagen sowie bei diversen Auftritten in Funk und Fernsehen. Heute trällert er exklusiv für mich. Beim Wandern im Biosphärenreservat Schaalsee. Er will mir einige seiner liebsten Ecken in der Gegend um Neuenkirchen zeigen.

Das UNESCO-Biosphärenreservat reicht weit über den Schaalsee hinaus. Viele Lebensräume wechseln sich ab: Buchenwald, Bruchwald, Seen, Äcker, alte Weiden, Moore und Moorreste. Ein Mosaik, in das die jüngste Eiszeit viel Schwung reinbrachte, stellenweise für ein überraschendes Auf und Ab sorgt. Ideale Lebensbedingungen für Elfen, Gnome und Kobolde! Auch der benachbarte Neuenkirchener See gehört zum Biosphärenreservat Schaalsee. Beide entstanden unter Gletschern. Schmelzwässer schürften tiefe Rinnen in die Landschaft, der Schaalsee ist mit bis zu 72 Metern das tiefste Gewässer Norddeutschlands. Nirgendwo ist er ganz zu überblicken. Eingerahmt von bewaldeten Kuppen des südwestmecklenburgischen Hügellands mäandert er auf 16 Kilometern zwischen Zarrentin und Salem dahin. Buchten verstecken sich an der Uferlinie, Halbinseln fingern in den See hinein. In dem nährstoffarmen Wasser schwimmen stark gefährdete Fischarten wie Stint, Hasel und Westgroppe. Die delikate Große Maräne wurde zum Wappentier Zarrentins. Im Fischimbiss am Bootsanleger kann man sie gleich kosten. Das Klosterstädtchen am Südufer des Schaalsees beherbergt mit dem Pahlhuus das Infozentrum des Biosphärenreservats. Ein Strandbad lockt zum Sprung ins Wasser, ebenso verschiedene Badestellen rund um den See.

Den kompletten Text inklusive aller Fotos, der Tourenbeschreibung sowie der Tourenkarte zum sammeln und nachwandern erhalten Sie in Heft 5/2014 von wanderlust.

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Märchenhaft: Am Ufer des „Für-Leib-und-Seele“-zertifizierten Brückenhauses auf dem Weg zur Insel Stintenburg träumt ein Stuhl auf dem Steg (oben). Auch Erdkröten (unten) hüpfen über den Elfenpfad. Was wohl passiert, wenn man sie küsst …
© Beate Wand

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 05 / 2014

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