Lüneburger Heide: Besenheide und Wacholder

Heidschnucken und das Erbe eines Pastors – Rund um das alte Heidedorf Wilsede ziehen bizarre Wacholder­büsche und violett blühende Besenheide das Auge magisch an. Die Einsamkeit, die Stille und die Weite der Lüne­burger Heide inspirierten Dichter und Denker. Dank Pastor Bode ­finden wir die außergewöhnliche Landschaft auch heute noch vor – in einem der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands.

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Idyllisch: Der Wilseder Berg erhebt sich 169 Meter über den entlegenen Kern des Naturschutzgebiets Lüneburger Heide. Jürgen Funck darf die empfindlichen Flächen mit seinen Heidschnucken betreten. © Beate Wand

Text: Beate Wand

Oben streckt ein Mann seinen Bierbauch in die frühherbstliche Sonne. Nach den Strapazen des Aufstiegs hat er sich wohl sein Hemd vom Leib gerissen, um wieder abzukühlen. Er wählte die Südwestflanke für die Besteigung des Wilseder Bergs. Sie ist etwas steiler als der Anstieg von Osten. Dabei strengt der sandige Untergrund allerdings mehr an als die 169,2 Höhenmeter – die immerhin reichen, um den Rekord in der Lüneburger Heide zu halten. In solch flachem Land reicht schon wenig Größe, um weit zu schauen: Bei glasklarer Sicht sollen sogar die Türme Hamburgs und Hannovers von hier oben zu sehen sein. Heute verschleiert leichter Dunst die Sicht. Nur wenige und kaum befahrene Straßen durchschneiden die 23.000 Hektar Naturschutzgebiet, eine Fläche etwa so groß wie Duisburg und das Herzstück der Heide. Das erklärt die spürbare Ruhe, die den Lauf der Gedanken anzutreiben scheint. Um in das autofreie Heidedorf Wilsede am Fuße des Bergs zu gelangen, muss man schon von Undeloh, Döhle, Nieder- oder Oberhaverbeck herwandern, -radeln – oder sich kutschieren lassen.

Lediglich die – teils geflüsterten – Bemerkungen der „Gipfelstürmer“ durchbrechen die Geräuschkulisse der Natur. Ein paar Leute rätseln, wo sich der Schäfer mit seiner Herde Heidschnucken aufhält. Ein Mann sucht sogar mit dem Fernglas. Doch er entdeckt nur einen Fernsehturm und Windräder. Sie stehen weit weg – in den Harburger Bergen, etwa 40 Kilometer weiter nördlich. Dort beginnt der Endmoränenzug, der sich von den Schwarzen Bergen im Süden Hamburgs nach Südosten über den Brunsberg bei Buchholz bis zum Wilseder Berg fortsetzt.

Den kompletten Text inklusive aller Fotos, der Tourenbeschreibung sowie der Tourenkarte zum sammeln und nachwandern erhalten Sie in Heft 6/2012 von wanderlust.

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attachment iconGPX-Datei: Heidschnuckenweg

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 06 / 2012

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