Rutsche zum Rhein

Hinter den höchsten Schwarzwald-Buckeln, dort, wo man Deutschland schon fast zu Ende wähnt, da versteckt sich der Hotzenwald. Und neben ihm noch ein paar weitere Fleckchen des südlichsten Südschwarzwaldes. Die Menschen dort hüten ihre Naturjuwelen. wanderlust hat einige ausgegraben.

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Text & Fotos: Beate Wand

Weit reckt die Buche ihre reich verzweigten Äste zu allen Seiten. Eine ganze Herde Hinterwälder Rinder fände unter ihrer Krone Platz, um sich bei Regen unterzustellen oder vor Hitze zu schützen. Die Wülste an ihrem wuchtigen Stamm erzählen vom zähen Überlebenskampf, den sie gewonnen hat: Als junger Schößling stand sie ungeschützt auf der Weide. Immer wieder fressen die Kühe ihre Blätter und die jungen Triebe. Doch voller Kraft treibt die Pflanze dicht über dem Erdboden seitlich aus. Ein Kuhbusch wächst. Abfressen und Neuaustreiben wiederholen sich viele Jahre. Solch ein Baum braucht oft 50 Jahre, um überhaupt einen Meter groß zu werden! Schafft er es, einige Triebe in der geschützten Mitte höher als die Knabber-Reichweite schießen zu lassen, breitet er sich oben so richtig aus. Zu einer majestätischen, weit ausladenden Weidbuche.

Solche Charakterbäume seien typisch für die naturschonende Weidewirtschaft im südlichen Schwarzwald, weiß Chris-tina Müller. Die ausgebildete Naturfüh-rerin zeigt uns den Ibacher Panoramaweg, zertifiziert als Premiumweg und einer der Schwarzwälder Genießerpfade. Von mehreren Stellen des Rundwegs um das Hochtal von Ibach sind die würdevollen Weidebäume zu bewundern. Das Exemplar unterhalb des Aussichtspunkts Lampenschweine wirkt besonders kraftvoll. Der Wanderweg streift mehrmals über Allmendweiden. Sie gehören allen im Dorf. Reihum bekommen interessierte Einheimische einen langfristigen Pachtvertrag, müssen dann aber auch Vieh darauf weiden. „Das gibt es fast nirgends mehr“, betont Christina, die mit ihrem Mann selbst die Mutterkühe vom heimischen Biohof auf die Allmendweiden treibt. Durch die garantierte Pflege bleiben die Weiden und mit ihnen Weidbuchen wie auch Weitblicke erhalten.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 06 / 2018

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