« Voriger Artikel   |   Nächster Artikel »

Schöne Aussichten!

Ganz im östlichen Teil Bayerns geht es noch mal hoch hinaus: Der älteste Nationalpark ­Deutschlands hat herrliche Rundblicke bis in die Alpen zu bieten – und im Tal lässt sich vielleicht der ­Goldfund des Lebens machen.

neuer_name
Belohnung Ausblicke: Wie hier am Brotjacklriegel kann das Auge endlos schweifen – von der Donauebene zu den Alpen.
© Friederike Brauneck

Text & Fotos: Friederike Brauneck

Schwenken oder rühren – oder doch vorsichtig mit dem Finger fühlen? „Am Ende sagt mir mein Körpergefühl: Das ist Gold!“, beschreibt Kveta Liebl, Wanderführerin am Nationalpark Bayerischer Wald, die Glücksmomente, wenn sich tatsächlich ein winziges Goldkörnchen in der Waschpfanne findet. Es ist ein beliebtes Treiben mit der ganzen Familie oder mit Freunden, nach Goldgräbermanier geduldig zu sieben und zu waschen. Und siehe da: Es glitzert und schimmert! Aber Kveta Liebl weiß: Meist handelt es sich um einfaches Pyrit, wegen seines Metallgehalts auch Katzengold genannt, oder Granit mit natürlichem Glimmer. Interessant, aber nicht wertvoll – in früheren Zeiten wurde aber hier tatsächlich regelmäßig Gold gefunden. Allerdings nicht in großen Adern, sondern aus Vorkommen oberhalb der Gipfel von Großer Arber, Großer Rachel und Lusen, alle um die 1.400 Meter hoch. Durch Regen und Verwitterung wurde das Metall ausgespült und sammelte sich in den flachen Bachläufen der Ohe wie hier an der St.-Oswald-Hütte. Da Gold schwerer ist als das begleitende Gestein, bleibt es nach vielen Waschgängen in der Pfanne liegen. Sogenannte Seifenhügel erzählen von den Anstrengungen der Menschen im Mittelalter, die sich hier freiwillig oder als Knechte und Strafgefangene auf der mühseligen Suche nach Gold für ihre Herren plagten: Der grobkörnige Kies wurde nach jedem Siebvorgang auf die Seite geworfen, und über die Jahrhunderte entstanden viele kleine Hügel entlang der Bachläufe. Abgelöst wurde die Goldsuche durch das Entstehen der Glashütten zu Beginn des 14. Jahrhunderts, eine Tradition, die heute noch Bestand hat, mit bekannten Namen wie Zwiesel und Riedl. Holzreichtum als Energielieferant und Quarzvorkommen als Rohstoff waren der Grund für diese Entwicklung. Bis heute ist die Glaskunst prägend für die Region, und im Glasmuseum in Frauenau mit dem Gläsernen Garten und bei vielen Veranstaltungen kann man Spannendes rund um das zerbrechliche Gut erfahren.

Den kompletten Artikel erhalten Sie in Ausgabe 4/2017 von Wanderlust. Hier können Sie das Magazin nachbestellen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 04 / 2017

Aktuelle Beilagen und Specials

  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat

Events

23.06 – 24.06.2018
Stoabergmarsch - Zwischen Tirol und Salzburg
13.08 – 20.08.2018
Deutscher Wandertag 2018 Detmold
25.08.2018
Karwendelmarsch