Spessart: Wo die Räuber wohnen

Bunte Wälder, malerische Wiesentäler und mittelalterliche Städtchen: Der Spessart ist ein Idyll, in dem sich früher auch Räuberbanden sehr wohlfühlen. Doch heute erkundet der Wanderer die reizvolle Region völlig ­gefahrlos – am besten auf dem Spessartbogen.

Text & Fotos: Alexa Christ

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Die Sonne erzeugt stimmungsvolle Licht- und Schattenspiele im Spessartwald. Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts war es wegen Räuber-banden nicht ungefährlich, den Spessart zu durchqueren.
© Alexa Christ

Och, diese Nicht-Wanderer laufen immer so langsam!“, stöhnt Oliver Kern, Student aus Braunschweig, zu Beginn der Etappe. Mir ist nicht ganz klar, ob er mich damit meint oder die rund 50 Männer und Frauen aus dem Umkreis, die sich früh morgens gut gelaunt am Rande des Spessartwalds versammelt haben. Jedenfalls wirft der 25-Jährige, der in seinem ­schicken beigen Outdoordress von Vaude tatsächlich wie ein Vollprofi neben einer Gruppe bemitleidenswerter Anfänger wirkt, einen kritischen Blick in die Runde. Seit knapp drei Wochen wandert Oliver schon kreuz und quer durch Hessen – zusammen mit Mike, Margot, Monika und Verena. Die fünf haben sich auf ein leicht verrücktes Abenteuer eingelassen. Fünf Wochen lang erkunden sie die schönsten Regionen Hessens zu Fuß. Um die 20 Kilometer legen sie pro Tag zurück – werbewirksam vermarktet von der Hessen­agentur. Hier, im Spessart, schließt sich ihnen eine große Gruppe Freizeitwanderer an, zu der auch ich mich geselle. Und warte nur, Oliver, ich werde dir schon zeigen, wo der Hammer hängt!

Zurück zu den Wurzeln in jahrhundertealtem Wald

Los geht’s in das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteldeutschlands – den Spessart. Im vergangenen Sommer ist hier ein neuer Premiumwanderweg entstanden: der Spessartbogen, der auf 90 Kilometern von Langenselbold bis nach Schlüchtern führt. Mitten durch das romantische Kinzigtal verläuft der heutige Streckenabschnitt, und der beginnt, wie es sich für diese Region gehört, mit Wald! Wunderbarem altem Buchenwald, um genau zu sein. Wie die Pfeiler einer Kathedrale ragen die bis zu 40 Meter hohen grünen Riesen in den Himmel hinein, der an diesem Morgen leider noch ein wenig grau daherkommt. Naturparkführer Michael Stange gibt Auskunft über das Alter der Bäume. Maximal 200 bis 220 Jahre erreichen sie, was nicht besonders viel ist. „26 Prozent aller Buchenwälder der Welt liegen in Mitteleuropa“, erklärt ­Stange, „und gerade der deutsche Bestand wurde von der UNESCO als Weltnaturerbe eingestuft.“

Den kompletten Text inklusive aller Fotos, der Tourenbeschreibung sowie der Tourenkarte zum sammeln und nachwandern erhalten Sie in Heft 2/2014 von wanderlust.

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„5 Wochen, 5 Trails“: Unter diesem Motto erkundeten Monika, Margot, Mike, Verena und Oliver (v. l. n. r.) fünf Wochen lang die schönsten Wanderwege in Hessen – hier auf dem Spessartbogen mit wanderlust-Redakteurin Alexa Christ (2. v. r.).
© Alexa Christ

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 05 / 2013

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