Wildnis überwindet Grenzen

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Einfach mal abtauchen im Bayerischen Wald.
© Günter Kast

Fast ein Drittel Deutschlands ist von Bäumen bedeckt, der nächste Wald nie weit weg. Im Nationalpark Bayerischer Wald kann man sich dem liebsten Sehnsuchtsort der Bundesbürger auf den Spuren des Naturphilosophen Henry David Thoreau in einem originalgetreuen Nachbau von dessen Hütte annähern.

Text: Günter Kast

Eine Hülle aus rohen Brettern, Holzschindeln auf dem Dach, im lehmverputzten und gekalkten Innenraum ein Bett, Stühle, Schreibtisch, Regal und Bücher – so sieht sie aus, die für die damalige Zeit gar nicht so spartanische Hütte am Walden-See bei Concord im US-Bundesstaat Massachusetts. Sie besitzt einen kleinen Keller und einen Dachboden, zwei Fenster und eine gemauerte Feuerstelle. Der Kerl, der auf diesen 15 Quadratmetern leben will, hat sie mit eigenen Händen gezimmert. Rund um sein neues Heim legt er Felder an, pflanzt Bohnen, Kartoffeln, Mais und Rüben. Am 4. Juli 1845, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, zieht Henry David Thoreau hier ein. Er wird zwei Jahre, zwei Monate und zwei Tage in der Blockhütte bleiben.

Das Buch, das der frühe Aussteiger Jahre später über dieses Experiment veröffentlicht, „Walden oder das Leben im Walde“, wird schnell ein Klassiker der Naturphilosophie. Heute ist der frühe Ökologe Thoreau, der das einfache Leben in freier Wildbahn pries, aktueller denn je. „Er kann uns Eckpunkte eines nachhaltigen Lebensstils aufzeigen, die es in den Zeiten des Klimawandels und der Umweltzerstörung wieder zu entdecken gilt“, findet Klaus Möller. Er ist einer der vier „Häuptlinge“ von WaldZeit e.V. und veranstaltet Naturreisen und Workshops im und um den Nationalpark Bayerischer Wald. Man kann mit ihm mehrere Tage lang die Ilz entlangwandern, von ihrem Ursprung bis zur Mündung in die Donau bei Passau. Oder bei der Tour „Wildnis überwindet Grenzen“ auf die tschechische Seite in den Šumava-Nationalpark (Böhmerwald) hinüberwechseln. Nie geht es dabei um sportliche Rekorde. „Zeit zu haben ist uns wichtig“, sagt Möller. „Wir wollen nicht möglichst schnell von einem Gipfel zum anderen, sondern die Landschaft und die wieder erwachende Wildnis auf beiden Seiten der Grenze intensiv erleben.“

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 4/2020. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

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