Wo Orchideen blühen

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Grenzenloser Weitblick über die Wiesen, Hecken und Wälder des Bliesgaus.
© Edda Neitz

Der Orchideenpfad im saarländischen Biosphärenreservat Bliesgau ist eine Schatztruhe für die „Diva unter den Blumen“ und ein Weg durch unterschiedliche Lebensräume.

Text: Edda Neitz

Waldvöglein, Knabenkraut und Hummel-Ragwurz – allein schon die Namen klingen romantisch oder geheimnisvoll. Bei Gersheim wachsen sie auf großen Wiesen zwischen Berg-Klee und Wiesensalbei entlang des knapp drei Kilometer langen Orchideenpfades. Zum vereinbarten Treffpunkt am Lachenhof erscheint Gerhard Moersch mit einer dunklen Kappe auf dem Kopf. Ein wolkenloser Himmel wölbt sich über die Felder und Hänge. Da ist Sonnenschutz nicht verkehrt. „Wir haben im Bliesgau mediterranes Wetter. Im Sommer viel Sonne, von Oktober bis Ende März Regen“, erklärt der promovierte Biologe und Geschäftsführer des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau. Das Orchideengebiet hier ist auch ein Teil des Biosphärenreservates Bliesgau.

Bezaubernde Streuobstwiesen

Unser Weg führt zuerst bergan, an ehemaligen Streuobstwiesen vorbei. „Die traditionelle Kulturlandschaft besteht aus vielen kleinen Parzellen“, sagt Biologe Moersch. Wie kleine Inseln liegen diese von Hecken aus Weißdorn- und Schneeballsträucher gesäumten Flächen an den steilen und daher schwer zu bewirtschaftenden Hängen. Sie sind ein Überbleibsel aus der Zeit als im Saarland noch Bergbau und Eisenhüttenindustrie angesagt waren und viele Familien nebenbei eine kleine Landwirtschaft betrieben. Das hat sich alles geändert. Die traditionelle Bewirtschaftung ist kaum mehr rentabel, viele Wiesen werden gemeinwirtschaftlich betreut und genutzt.

Orchideen fühlen sich hier wohl, sie kommen mit den kargen Böden aus Muschelkalk gut zurecht und bereichern die Landschaft zwischen Gersheim und Herbitzheim in einer großen Vielfalt. Um die 30 Orchideenarten wachsen hier – etwa die Hälfte der in Deutschland vorkommenden Arten. Dieser Schatz der Natur wurde bereits in den 1930er Jahren entdeckt und steht seit 1957 unter Naturschutz.

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 6/2020. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

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