Wos für a Gaudi

neuer_name
Die „Bergfex’n“ von der Hindenburghütte wandern zu ihrer Open-Air-Show vor den Loferer Steinbergen.
© Norbert Eisele-Hein

Premium-Wanderwege lassen die Herzen von anspruchsvollen Genusswanderern höherschlagen. Reit im Winkl verfügt mittlerweile sogar über fünf zertifizierte Premium-Wanderwege. Das verspricht eine Woche „Wanderlust mit Prädikat“ in den Chiemgauer Alpen. Wir haben es getestet!

Text: Norbert Eisele-Hein

Premium-Wanderwege sollen das Panorama nicht zersägen, sondern ganz behutsam offenbaren. Nur dann fühlt sich die majestätische Landschaft ringsum Reit im Winkl mit den umliegenden Gipfeln der Bayerischen Alpen nicht erobert, sondern geschmeichelt. Und nur dann machen Premium-Wanderwege ihrem Namen alle Ehre. Nur dann haben sie die „goldene Krone“ auf den Wegtafeln auch verdient. Das Prädikat klingt zwar sperrig, aber bei Adelstiteln muss das scheinbar so sein. Und so weiß der Wanderer was ihn erwartet, nämlich pures Wandervergnügen. Das Deutsche Wanderinstitut zertifiziert die Premium-Wanderwege anhand umfangreicher Kriterien. „Das war alles andere als einfach“, berichtet Florian Weindl, Leiter des Tourismus-Büros Reit im Winkl. Denn das Deutsche Wanderinstitut, welches für die Zertifizierung der fünf Premium-Wanderwege verantwortlich zeichnet, forderte die Erfüllung eines umfangreichen Kriterienkatalogs. „Dabei erfasst es möglichst objektiv die Stärken und Schwächen der Wanderwege. Dies geschieht nicht zuletzt, damit Wanderbegeisterte möglichst leicht Routen nach ihren Vorlieben finden können. Das Wegeformat, die nutzerfreundliche Beschilderung, das Landschaftsbild, urige Gasthäuser, kulturell Interessantes bis hin zu möglichen Lärmemissionen – da kommt alles auf den Prüfstand“, zählt Florian Weindl auf.

Vom Unkenruf zum Premium-Wanderweg

Wir starten unsere Wanderwoche mit dem Premium-Wanderweg „Almgenuss“ auf der Hindenburghütte. „Ja, so eine Hemmersuppe! So sei es den Bauern aus dem Tal früher spöttisch beim Anblick der weitläufigen Hochalm entfahren“, erzählt Joseph Haslberger. Der Hemmer, auch Weißer Germer genannt, sei ein arges Unkraut, grün, knapp kniehoch und selbst für einen geduldigen Kuhmagen ungenießbar. „Nach starken Regenfällen bilden sich in den vielen Mulden der sanft gewellten Hochalm noch dazu große Pfützen, die in Bayern gerne mit dem Ausspruch ‚A so a Suppn’ bedacht werden“, erläutert Haslberger. Damals gestattete die tägliche Mühsal den Almbauern wohl nur selten einen schwärmerischen Blick in die paradiesische Landschaft. So wurde der Spott zum Namensstifter. Tja, heute würden jene Unkenrufer große Augen machen. Wurde die 6,5 Kilometer lange Panoramarunde rund um die Hemmersuppenalm doch unlängst mit dem Gütesiegel „Premium-Wanderweg“ ausgezeichnet. Und das völlig zu Recht. Ein weiterer Trumpf dieses Premium-Wanderwegs: Gleich vor der Hindenburghütte gibt es eine Teststation für Wanderschuhe.

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 6/2020. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Aktuelle Beilagen und Specials

  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat
  • catalog flat

Events

30.10.2020
Nordeifel - Sonne, Mond, und Sterne
06.11 – 15.11.2020
Virtuelle Wein Tour