Andalusien: Die weißen Dörfer der Sierra Nevada

Spaniens Sierra Nevada ist das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel. Und die Region Andalusien hat hier mehr zu bieten als die berühmten weißen Rassepferde – auch die traditionellen Dörfer auf den kargen Hügeln strahlen in der Farbe der Unschuld.

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Aussichtsreich: Das Dorf Pitres liegt wie ein Balkon über den Gärten und Landwirtschaftsterrassen der Alpujarra im Süden der Sierra Nevada.
© Andreas Friedrich

Text: Andreas Friedrich

Steigt man die Treppen im Albaicín, dem arabischen Viertel der Stadt Granada, hinauf, so kann es vorkommen, dass man sich unmittelbar in Marokko oder Tunesien wähnt: weißgetünchte Häuser, Blumenpracht allerorten und über allem der Duft köstlicher Tees und von Mandelgebäck. Längst ist die arabische Welt wieder heimisch geworden am Ort ihrer letzten Blüte in Europa. In Granada lebt eine große arabische Bevölkerungsgruppe, hier befindet sich der Sitz der Euro-arabischen Universität und es blühen viele kulturelle Projekte wie die Fusion von Flamenco mit nordafrikanischen Rhythmen.

Am Platz Mirador San Nicolás angekommen, bietet sich ein überwältigender Eindruck: Das Panorama der rötlich leuchtenden Stadtburg Alhambra (von arab. „Al Hamra“ – „Die Rote“) mit der schneebedeckten Sierra Nevada im Hintergrund ist einer der spektakulärsten Anblicke überhaupt. Nicht umsonst lautet ein bekannter Spruch: „Quien no ha visto Granada, no ha visto nada“ – wer ­Granada nicht gesehen hat, hat nichts gesehen. Es ist die Vision einer Verbindung von kultureller Blüte mit einer intakten Umwelt. Die große Zeit der Provinz Granada und des einheimischen maurischen Herrschergeschlechts, der Nasriden, dauerte einige Jahrhunderte. Eine florierende Landwirtschaft in der Talaue, der „Vega“, war die Basis für Kunsthandwerk, das zu großen Teilen exportiert wurde. Doch 1492 war das entscheidende Jahr der Rückeroberung durch die christlichen Heere. Die letzten Mauren gingen daraufhin zurück nach Nordafrika oder zogen sich in die Sierra Nevada zurück, wo sie sich 1568 unter dem letzten maurischen König Aben Humeya nochmals in einem Aufstand erhoben – vergeblich.

Den kompletten Text inklusive aller Fotos, der Tourenbeschreibung sowie der Tourenkarte zum sammeln und nachwandern erhalten Sie in Heft 2/2013 von wanderlust.

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Beeindruckend: Die Paläste der Alhambra in Granada gehören zu den meistbesuchten Monumenten der Welt.
© Andreas Friedrich

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 02 / 2013

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