Wilder Kaiser: Spazieren auf der Kaiserkrone

Eldorado für Kletterer, aber auch ein Wanderparadies: Der Wilde Kaiser in Österreich gehört zu den berühmtesten Bergformationen Europas. Sein kleiner Bruder, der Zahme Kaiser, wird dagegen oft belächelt. Zu Unrecht!

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Der Gebirgszug Wilder Kaiser in Tirol liegt in einem 102 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet und bietet neben tollen Ausblicken einzigartige Natur. © Matthias Wegener

Text: Matthias Wegener

Langsam wird es haarig. Mein Kletterpartner sagt mir ­jeden Schritt an: „Weiter nach links!“ oder „Vorsicht, Eisen­stift direkt unter dir!“. Es ist kurz vor acht Uhr abends und inzwischen stockduster. Die Hütte kann nicht weit sein, denke ich mir, sie liegt vermutlich hinter der Felsnase direkt vor uns. Wir ­haben die ­erleuchteten Fenster vorhin mal kurz gesehen, dann ging es aber schon wieder leicht bergab, und es wurde wieder pechschwarz. Gut, dass wir die Stirnlampen dabeihaben und uns im schmalen ­Licht­kegel langsam Richtung Nachtquartier vortasten können!

Schließlich biegen wir um eine Kurve, und da steht es auf einmal direkt vor uns, das ersehnte Stripsenjochhaus, 1.577 Meter hoch gelegen, mitten im Kaisergebirge. Wir sind heilfroh, dass wir endlich aus den schweren Schuhen kommen. Schnell noch ein paar Spritzer Wasser ins Gesicht und ab in den Speiseraum. Die Hütte ist rappelvoll, kein Wunder bei dem guten Wetter. Zum Glück stellen uns die Wirtsleute noch etwas Warmes auf den Tisch. Bei dampfenden Spaghetti und schaumhaltigen Kaltgetränken lassen wir den ereignisreichen ersten Tag unserer Kaisertour Revue passieren.

Ein strammer Achtstundentag

Gestartet sind wir am Morgen in Kufstein mit dem Bus und nach kurzer Fahrt ausgestiegen in Durchholzen, nicht weit weg vom schönen Walchsee. Meistens starten Rundtouren in Kufstein und führen durchs Kaisertal zum Stripsenjoch und dann in einem ­Bogen über den Scheffauer oder am Scheffauer vorbei zurück nach Kufstein (Wilder Kaiser) oder von Kufstein zur Vorderkaiserfeldenhütte und zurück nach Kufstein (Zahmer Kaiser). Mit einer Nord-Süd-Durchquerung wollten wir beide Ketten, den Wilden und den Zahmen Kaiser miteinander verbinden und das ganze ­Kaisergebirge durchwandern.

Die vor uns liegende Nordkette der Gebirgsgruppe heißt zwar Zahmer Kaiser, doch unterschätzen sollte man diese Berge nicht. Die Pyramidenspitze bleibt knapp unter 2.000 Meter, aber es sind stolze 1.300 Höhenmeter zu erklimmen! Gemütlich ging es zunächst auf die Poitneralm, dann hinüber zur grünen Winkelalm und anschließend – schon ziemlich mühsam – durch das anstrengende Geröll des Winkelkars.

Den kompletten Text inklusive aller Fotos, der Tourenbeschreibung sowie der Tourenkarte zum sammeln und nachwandern erhalten Sie in Heft 1/2013 von wanderlust.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 01 / 2013

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