Amsterdam: Von Grachten und Tulpenzwiebeln

Zu Fuß durch Hollands Hauptstadt – Wie heißt es doch, das Lied, mit dem Amsterdam noch ­immer besungen wird? Richtig: „Tulpen aus Amsterdam“. Der ­Schlager aus den 50ern ist zwar schon in die Jahre gekommen. Die Tulpe steht aber nach wie vor auf Platz eins der Schnittblumen-Hitparade, zumindest bei den ­Amsterdamern. Sie begleitet uns bei unserer Tour durch die ganze Stadt – nicht nur im Frühling!

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Romantisch: Die gesamte Innenstadt Amsterdams ist von zahlreichen Wasserstraßen durchzogen. © Edda Neitz

Text: Edda Neitz

Der Spätsommer ist die Zeit der Tulpenzwiebeln. Die Tochterzwiebeln wurden von den Mutterzwiebeln getrennt und stehen nach der Pflanzung im Herbst bereit, im Frühjahr ihre farbenvolle Pracht zu zeigen. Es waren die Zwiebeln der schlanken, hochgewachsenen Blume, die in die Amsterdamer Geschichte eingingen. Denn die Geschichte der Tulpen ist nicht einfach die Geschichte einer Pflanze, die in den Niederlanden seit vier Jahrhunderten kultiviert wird. Es ist vielmehr auch die Geschichte einer besonderen Blumenleidenschaft, welche im 17. Jahrhundert in den Niederlanden begann und auch die Amsterdamer erfasste. Tulpen waren hochgeschätzt, selten und kostbar. Umso wertvoller waren jedoch ihre Zwiebeln.

Wir beginnen den Weg mit der Geschichte der Tulpe am besten gleich im Tulip Museum, das 2005 an der Prinsengracht eröffnet wurde. Ein Zwiebelhändler und einige Historiker hatten die Idee, mit einem kleinen Museum über die Tulpenleidenschaft der Amsterdamer zu informieren. Das schmale Grachtenhaus ist zweigeteilt in eine historisch-botanische Abteilung im Untergeschoss und eine große Verkaufsfläche im Erdgeschoss. Der Einstieg in die Tulpen­geschichte ist dem Museum sicher gelungen: Im Untergeschoss – aufgeteilt in fünf Räume – wird der Besucher mittels Texten, Gemälden, Fotos und einem Film über die Erfolgsgeschichte der zu den Liliengewächsen zählenden Blume informiert. Wer aber ein hochwertiges Dokumentationszentrum oder eine ansprechende mediale Ausstellung erwartet, der wird enttäuscht. Denn im Tulip Museum überwiegt ganz eindeutig der Handel mit dem Tulpensouvenir. Auf zahlreichen Tischen und Auslagen sind Accessoires in Tulpenform oder mit Tulpenmotiven ausgebreitet. Unter den Tischen stehen große Kübel, gefüllt mit verschiedenen Sorten Tulpenzwiebeln.

Die Lage des Tulip Museum ist gut gewählt. Es liegt im ­Jordaan, lange Zeit ein armes Viertel, Heimat von Hafenarbeitern und Handwerkern. Heute zählt es zu den volkstümlichen Ecken Amsterdams mit Cafés, Bars und bezahlbaren Restaurants. Der Stadtteil ist bei Künstlern und Studenten sehr beliebt. Hier spielt sich das Leben noch auf der Straße ab. Wenn gutes Holland-Wetter ist – also trocken, wenig Wind und ein bisschen Sonne –, stellen die Bewohner der schmalen Häuser ihren Stuhl auf den ebenso schmalen Gehsteig und praktizieren holländische „Gezelligkeit“.

Den kompletten Text inklusive aller Fotos, der Tourenbeschreibung sowie der Tourenkarte zum sammeln und nachwandern erhalten Sie in Heft 5/2012 von wanderlust.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 05 / 2012

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