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Grüß Gott, Ingolstadt

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Beeinflusst durch die französische Gotik, entstand das Neue Schloss ab 1418 unter Herzog Ludwig dem Gebarteten.
© Edda Neitz

In Ingolstadt sagt man „Grüß Gott“ – hier beginnt Oberbayern. Die Stadtwanderung in der ehemaligen bayerischen Herzogsresidenz führt durch die malerische Altstadt mit Münster und zu den beeindruckenden Klenzeschen Bastionen.

Text: Edda Neitz

Ein wolkenloser, blauer Himmel spannt sich über die weißen Türme des Neuen Schlosses, an dem die Donau breit und träge entlangfließt. Der weiß-blaue Auftakt passt perfekt zu meinem Besuch in der zweitgrößten Stadt Oberbayerns. Ihr Name ist bekannt, auch der größte Arbeitgeber, die Autofirma mit den vier Ringen, aber sonst scheint sie eher ein „hidden place“ zu sein. Ähnlich wie die „hidden champions“ der Wirtschaft wird Ingolstadt oft unterschätzt. Oft bleibt es bei einem Vorbeifahren – auf dem Weg in die Berge oder in den Süden.

Heute fahre ich aber in die Stadt hinein, am Neuen Schloss vorbei, stelle mein Auto auf dem Parkplatz an der Jahnstraße (sehr empfehlenswert) ab und schlendere zur Tourist Information am Rathausplatz. Schon auf dem Weg dorthin fühlt man die allseits beliebte bayerische Gemütlichkeit: Das Licht schimmert golden in den schmalen Gassen, und auf den Fenstersimsen leuchten rote Geranien. „Die meisten Besucher erwarten eine eintönige Industriestadt, aber alle sind sie dann über die intakte historische Altstadt überrascht“, begrüßt mich Maria Pilz. Sie kommt aus Niedersachsen, lebt schon lange hier und ist seit 30 Jahren Gästeführerin.

Bereits das alte Rathaus ist sehenswert. Aus vier Häusern hat der damalige Stararchitekt Gabriel von Seidl 1882 eine interessante Symbiose mit doppelten, prunkvollen Dachgiebeln und außergewöhnlichen Fassadenverläufen geschaffen.

Blick nach oben und nach unten

Auf dem ersten Abschnitt unseres Weges zählt Maria Pilz kurz das Wichtigste der Stadtgeschichte auf: Ingolstadt blickt auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück und wurde 806 erstmals urkundlich erwähnt. 1392 wurde sie Hauptstadt des neugegründeten Herzogtums Ingolstadt-Bayern, 1472 erste bayerische Universitätsstadt und 1537 dann zur Landesfestung erhoben. Dass Freiherr Tilly in ihren Mauern starb, Dr. Frankenstein durch die Stadt streifte und das Reinheitsgebot des Bieres hier seinen Ursprung hat, wird später noch mit markanten Orten belegt.

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 3/2021. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

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