Flusstal trifft Felsschluchten

Bei Altenahr im nördlichen Rheinland-Pfalz verengt sich der Lauf der Ahr, die knapp 50 Kilometer weiter ostwärts bei Sinzig in den Rhein mündet. Hier entstanden im Laufe der Erdgeschichte hohe Felsschluchten und sonnenexponierte Südhänge, die seit Jahrhunderten dem Weinbau dienen. Wir erkunden in erster Linie das als Ahrschleife oder Langfigtal bekannte Naturschutzgebiet.

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Text & Fotos: Frank Brehm

Mit über 1.300 Sonnenstunden im Jahr zählt das Ahrtal zu den bekanntesten Rotweinregionen Deutschlands. Da die Ahr vorrangig in West-Ost-Richtung fließt, werden die Südhänge intensiv für den Weinbau genutzt. Mit über 60 Prozent Anteil an der rund 560 Hektar großen Gesamtanbaufläche dominiert die auch Pinot Noir genannte Rebsorte Blauer Spätburgunder den Weinbau der Region. Neben den Weinhängen der Winzer ­charakterisiert eine romantisch-pittoreske Felslandschaft vor allem das mittlere und obere Ahrtal. Hier hat sich der Fluss im Laufe von Jahrmillionen bis zu 300 Meter tief in die Landschaft hineingeschnitten.

Jetzt wird es eng

Da der berühmte Rotweinwanderweg bei Bad Neuenahr-Ahrweiler vor allem an sonnigen Herbsttagen wie diesem Sonntag recht überlaufen ist, entscheiden wir uns für das Örtchen Altenahr als Startpunkt unserer Wanderung. Dieser markiert ziemlich genau die Grenze zwischen mittlerem und oberem Ahrtal. Unsere Entdeckungstour führt uns entlang der Ahrschleife, die auch als Langfigtal bekannt ist. Da sich das Ahrtal ab hier stark verengt, hat sich der Fluss hier ­seinen Weg in Form ebenjener Schleife gebahnt, ehe er bei Bad Neuenahr-Ahr­wei­ler bis zu seiner Mündung in den Rhein wieder Fahrt aufnimmt.

Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind nötig für die von uns ausgewählte Rundwanderstrecke, die mit einem knappen Tagesmarsch gleichzusetzen ist. Je nachdem, welchen Abstecher man einlegt oder welche Abkürzung man nimmt, kann die Streckenlänge zwischen 10 und 20 Kilometern variieren. Länger wird es, wenn man sich zum Beispiel die Ruine der Burg Are aus der Nähe anschauen möchte. Um 1100 herum erbaut, wurde die Anlage im 18. Jahrhundert gesprengt und stellt trotzdem noch eine von weither sichtbare Landmarke dar. Wie die meisten entschließen wir uns, den anstrengenderen Teil der Wanderung an den Anfang zu setzen.

Den kompletten Artikel erhalten SIe in Ausgabe 5/2018 von wanderlust. Hier können Sie das Magazin nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 05 / 2018

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