Klimakonferenz in Bonn eröffnet

Heute wurde die 23. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen eröffnet, die vom 6. bis 17. November 2017 in Bonn stattfindet. Unter der Präsidentschaft der Fidschi-Inseln werden Themen wie der Klimawandel, der Klimaschutz und die Umsetzung des Pariser Abkommens diskutiert.

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Eröffnung der UN-Klimakonferenz in Bonn
© BMUB/Sascha Hilgers

Eigentlich hätte der Klimagipfel auf Fidschi stattfinden sollen. Der Inselstaat hat den Vorsitz, kann die Konferenz allerdings nicht ausrichten. Aus diesem Grund ist man nach Bonn gezogen. Fidschi behält den Vorsitz, Deutschland ist lediglich Veranstalter. An der UN-Klimakonferenz (Cop23) nehmen in diesem Jahr 25.000 Menschen aus 195 Ländern teil. Sie alle verbindet ein Ziel: der Kampf gegen den Klimawandel und seine Folgen. Zwei Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen ist der Druck sehr hoch. Einheitliche Regelungen zur Verringerung des CO2-Ausstosses sollen festgelegt werden. Außerdem wird eine Reaktion auf den Ausstieg der USA aus dem Abkommen erwartet. Zwar kann die USA erst 2020 das Abkommen verlassen, doch war die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump ein Schock und ein herber Rückschlag im Kampf gegen den Klimawandel.

Vor zwei Jahren wurde das Pariser Klimaschutzabkommen auf den Weg gebracht. Es besagt, dass die Emissionen verringert werden, damit sich die Erwärmung der Erde auf unter 2 Grad eingedämmt wird. Dazu sollen die teilnehmenden Länder ihren CO2-Ausstoss senken. Bisher haben es 169 Parteien ratifiziert. Doch richtig umgesetzt hat es noch keiner. Es ist unklar, wie das Abkommen genau verlaufen soll. Zwar wurden schon einige Ideen zur Minderung des CO2-Ausstosses zugesagt. Doch momentan hat jedes Land seinen eigenen Ziele. Ein gemeinsamer Konsens ist nicht in Sicht. Außerdem werden die Bemühungen der einzelnen Länder nur im 5-Jahres-Rhythmus überprüft. Die Aufgabe der Politiker besteht nun darin, sich in den nächsten zwei Wochen auf ein Regelwerk zu einigen, das die nationalen Klimaziele vergleichbar und überprüfbar macht. Ein schriftlicher Entwurf wäre für viele Klimaschützer ein Erfolg, denn schließlich sollen die Staaten schon 2018 überprüft werden. Ein Umstrittenes Thema ist dabei der Unterschied zwischen Entwicklungsländern und Industrienationen. So haben Industrieländer deutlich höherer Auflagen und dürfen viel weniger CO2 produzieren, als Entwicklungsländer. Das sorgte weltweit schon für viele Diskussionen. Deutschland will seine Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent verringern. Umweltverbände gehen allerdings davon aus, dass dieses Ziel verfehlt wird. Mehr Informationen zum Thema gibt es beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

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Blick auf das COP 23-Gelände in der Bonner Rheinaue
© BMUB/Dominik Ketz

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