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Lesedauer 2 Min.

Der Luchs

lat. Lynx lynx | 8 Meter weit kann ein Luchs aus dem Stand springen.
Nahaufnahme von zwei Luchsen.
© Shutterstock/Michele Aldeghi

Außergewöhnliche Sinne

Die Sinne des Luchses sind denen des Menschen weit überlegen. Luchsaugen erkennen eine Maus aus 75 Metern Entfernung. Auch dem Gehör des Luchses entgeht nichts: Er nimmt Töne im Bereich zwischen 65 Hertz und 70 Kilohertz wahr, während das menschliche Ohr seinen Dienst bereits bei 15 bis 20 Kilohertz versagt. Mit dieser Fähigkeit erkennen Luchse Wanderer schon aus weiter Entfernung.

Einzelgänger

Während andere Beutegreifer, Wölfe zum Beispiel, fast ihr ganzes Leben in einer Familiengruppe verbringen, ziehen es Luchse vor, allein zu bleiben. Ein Luchsrevier entspricht übrigens in etwa der Größe des Stadtstaates Bremen.

Der Größte

Der Eurasische Luchs ist mit seiner Schulterhöhe von bis zu 70 Zentimeter und seiner Körperlänge von bis zu 120 Zentimeter etwa so groß wie ein Deutscher Schäferhund. Damit ist er die größte Raubkatze Mitteleuropas.

Aussehen

Charakteristisch sind sein breiter Backenbart und die circa vier Zentimeter langen schwarzen Haarbüschel auf der Spitze seiner Ohren, denen er seinen Beinamen „Pinselohr“ verdankt.

Schneller Rehjäger

Der Luchs kann auf kurze Distanz bis zu 70 Stundenkilometer schnell sprinten, um seine Beute zu erlegen. Das Nahrungsspektrum unserer heimischen Luchse besteht bis zu 90 Prozent aus Rehen.

Schutz

Er wird in der Roten Liste nach wie vor als stark gefährdet geführt, somit hat Deutschland die Verpflichtung zum strengen Schutz des Luchses und zur Ausweisung von Schutzgebieten.

Wo er lebt …

Die Hauptvorkommen von Luchsen in Deutschland liegen im Harz und im Bayerischen Wald. Beide sind durch aktive Wiederansiedlung entstanden. Immer wieder gibt es auch Meldungen von Luchssichtungen in Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen.

Der Luchs im Pfälzer Wald

2016 machten etwa 20 Eurasische Luchse aus der Schweiz und der Slowakei, die in den Pfälzerwald umgesiedelt wurden. Der Pfälzerwald war bis zum 18. Jahrhundert ein Lebensraum dieser Tiere. Bis 2021 wurden 18 Jungtiere nachgewiesen. Die Luchse haben sich inzwischen im UNESCO Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen, das 2023 sein 25-jähriges Jubiläum feiert, ausgebreitet. Die Tiere werden u.a. mit Hilfe von GPS-Sendehalsbändern beobachtet und bei der Wiedereinbürgerung begleitet. Finanziert wurde das Ganze von der EU, die nun die besten Natur- und Artenschutzprojekte aus dem Förderprogramm LIFE kürte. Im Juni 2023 gewann das Luchs-Projekt dann in der Kategorie „Naturschutz“.

natur

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