Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Der Maikäfer – der Krabbler im Wonnemonat

Waren sie eine ganze Zeitlang verschwunden, so haben sich die Populationen der Feld- und Waldmaikäfer die letzten Jahre wieder erholt. Ab Mitte April schlüpfen die braunen Käfer aus der Erde, die größten Vorkommen gibt es im Südwesten Deutschlands. Es gibt aber noch mehr Wissenswertes über die gemütlichen Krabbeltiere.
Nahaufnahme von Maikäfer im Grünen.
© Shutterstock/Martin J Gruber

Ein Leben im Boden

Nach der Begattung legen die Weibchen in mehreren Schüben ihre Eier ins lockere Erdreich ab. Die als Engerlinge bekannten, bis fünf Zentimeter großen Maikäferlarven entwickeln sich meist vier Jahre lang vollständig im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln. Im Herbst des letzten Jahres wandeln sich die Engerlinge in die fertigen Jungkäfer. Sie überwintern bis zu einen Meter tief im Erdreich und schlüpfen dann ungefähr Ende April. Die erwachsenen Käfer leben dann allerdings nur vier bis sieben Wochen.

Aussehen

Maikäfer werden zwei bis drei Zentimeter lang. Typisch für Maikäfer sind die braunen Flügel, das schwarze Halsschild sowie das schwarzweiße Zickzackmuster an der Seite. Besonders auffällig sind die Fühler der Maikäfer. Auf ihnen sitzen die Geruchssensoren.

Käfer ist nicht gleich Käfer

Die Maikäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer, so genannt nach der Gestalt der Fühler, deren letzte Glieder blattförmig verbreiterte Lamellen aufweisen. Neben dem bekannten Maikäfer, der auch Feldmaikäfer (Melolontha melolontha) genannt wird, gibt es noch zwei nah mit ihm verwandte Arten: Den 2,2 bis 2,6 Zentimeter großen Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani), der mehr im Norden und Osten lebt, sowie den nur sehr selten vorkommenden Melolontha pectoralis, der in Südwestdeutschland zu Hause ist.

Verbreitung

Maikäfer leben in ganz Mittel- und Nordeuropa und in den gemäßigten Klimazonen von Asien. Maikäfer kommen vor allem in Laubwäldern vor, weil die Blätter der Bäume ihre Nahrungsgrundlage sind.

Gefährlich für die Landwirtschaft?

Erwachsene Käfer können ganze Bäume kahlfressen. Die meisten Bäume erholen sich wieder und bilden mit dem sogenannten Johannistrieb im Juni noch einmal neue Blätter. Verheerend dagegen kann der Wurzelfraß der Engerlinge sein. Bereits ab zwei bis drei Engerlingen je Quadratmeter Waldboden sind Schäden an Jungbäumen zu befürchten.

Mysteriöse Massenvermehrung

Etwa alle 30 bis 45 Jahre kann es zu Massenvermehrungen kommen. Warum das so ist, konnten die Forscher bislang noch nicht herausfinden.

natur

Neueste Beiträge

Wandertipp der Woche - Der Heilklimasteig
Tief durchatmen, den Wald riechen und einfach mal einen Gang zurückschalten: Der Heilklimasteig rund um Schönwald verbindet Bewegung, Naturgenuss und wohltuendes Reizklima.
3 Minuten
Im Tal der Almen - Genusstur im Großarltal
Warum die Almbutter so gelb ist und der Käse auf der Alm ganz anders schmeckt, entdeckt man bei einer Wanderung im Salzburger Großarltal. Wir haben uns auf eine Wanderung durch die Region begeben.
5 Minuten
Tipp der Woche - Auf dem Czech Trail einmal rund um Tschechien
2.000 Kilometer Natur, Berge und grenzenlose Ausblicke: Der Stezka Českem (Czech Trail) führt einmal entlang der tschechischen Landesgrenzen und zeigt die ganze Vielfalt des Landes.
3 Minuten

Das könnte Dir auch gefallen

Der Goldschakal – neues Raubtier auf leisen Pfoten - Deutschlands neuer Räuber
Heimlich, still und leise ... Deutschland hat ein neues Raubtier! Dass sich der Goldschakal in unseren Gefilden pudelwohl fühlt, steht bereits fest. Viel weiß man über die Aktivitäten des Wolfsverwandten jedoch nicht. Das soll sich jetzt mit Monitoring ändern. Hier gibt es die wichtigsten Fakten über den Goldschakal.
3 Minuten
29. Jun 2025
Fledermaus – viel besser als ihr Ruf - Uralter Blutsauger
Seit den Drakula-Romanen haftet unseren Fledermäusen ein negatives Image an. Dabei sind die nachtaktiven Insektenfresser wahre Wundertiere. Höchste Zeit, den Ruf der einzigen fliegenden Säugetiere einmal aufzupolieren. Dieses Wochenende warten zahlreiche Veranstaltungen zur Batnight 2025!
3 Minuten
28. Aug 2025
Siebenschläfer – Blick auf einen Langschläfer
Während die letzten warmen Herbsttage Wanderer noch in die Wälder locken, bereitet sich der Siebenschläfer bereits auf seine große Auszeit vor. Emsig sammelt der kleine Kletterkünstler jetzt Nüsse und Bucheckern, um sich die nötigen Fettreserven für seinen legendären, sieben Monate währenden Winterschlaf anzufressen.
3 Minuten
18. Sep 2025
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige