Hoch hinaus im Bregenzerwald
Die 5 schönsten Wanderungen mit der Bergbahn
Über die Gipfel rund um Damüls
Hoch über Damüls verbindet diese aussichtsreiche Tour gleich zwei Gipfel mit der Kulturlandschaft der Walser. Nach der Auffahrt mit dem Uga-Express startet die Wanderung auf rund 1.800 Metern. Über die Ugaalpe geht es hinauf zum Hochblanken auf 2.068 Metern – der erste Höhepunkt der Runde. Anschließend folgt der Weg dem aussichtsreichen Bergkamm zum fast ebenso hohen Ragazer Blanken. Hier oben reicht der Blick weit über die Bergwelt des Bregenzerwaldes. Über das Sünser Joch beginnt schließlich der lange Abstieg. Vorbei an der Alpe Oberdamüls führt die Route zurück in den Walserort Damüls. Wer nach der gut vierstündigen Tour noch etwas Zeit hat, sollte einen Blick in die Bergkirche werfen: Ihre Fresken aus dem Jahr 1484 zählen zu den kulturhistorischen Besonderheiten des Ortes. Eine abwechslungsreiche Höhenwanderung, die Gipfelerlebnis, Alpenlandschaft und Walsergeschichte miteinander verbindet.
Start: Bergstation Uga-Express
Ziel: Damüls
Dauer: ca. 4 Std.
Länge: 10,5 km
Schwierigkeit: mittel
Höhenmeter: 338 m ↑ / 781 m ↓
Kanisfluh: Unterwegs im Revier der Steinböcke
Sie ist kaum zu übersehen: Die markante Kanisfluh gilt als Wahrzeichen des Bregenzerwaldes und gehört zu den eindrucksvollsten Aussichtsbergen der Region. Die Mellaubahn nimmt Wandernden zunächst einen beträchtlichen Teil der Höhenmeter ab. Von der Bergstation Roßstelle führt die Route über die Alpen Kanis und Wurzach hinein in die offene Berglandschaft. Danach wird es zunehmend steiler: In stetigem Anstieg geht es hinauf zum rund 2.044 Meter hohen Gipfel. Oben wartet ein Panorama, das den Aufstieg schnell vergessen lässt. Der Blick reicht über die Bergwelt des Bregenzerwaldes und bei entsprechender Sicht bis zum Bodensee. Und mit etwas Glück gibt es noch eine tierische Begegnung dazu: Rund um die Kanisfluh lebt eine Steinbockkolonie, deren Tiere sich bisweilen aus erstaunlicher Nähe beobachten lassen. Zurück geht es auf derselben Route zur Roßstelle. Eine klassische Gipfeltour, für die eine gute Grundkondition gefragt ist.
Start/Ziel: Bergstation Roßstelle, Mellaubahn
Dauer: ca. 3 Std. 50 Min.
Länge: 9,5 km
Schwierigkeit: mittel
Höhenmeter: 680 m ↑ / 680 m ↓
Diedamskopf und Falzerkopf: Höhenwege mit Weitblick
Diese Bergtour oberhalb von Au-Schoppernau verbindet aussichtsreiche Höhenwege, Alpen und einen Gipfel zu einer abwechslungsreichen Runde. Die Gondel bringt Wandernde zunächst zur Mittelstation der Diedamskopfbahn. Von dort führt der Weg leicht ansteigend am Berghang entlang, passiert die Breitenalpe und erreicht über einen gut ausgebauten Wanderweg die Falzalpe. Mit dem Neuhornbachhaus wartet unterwegs eine aussichtsreiche Einkehrmöglichkeit, bevor der anspruchsvollere Teil beginnt: Über das Neuhornbachjoch steigt die Route hinauf zum Falzerkopf. Anschließend geht es hinunter zum Kreuzle, einem historischen Passübergang ins Kleinwalsertal. Der letzte Abschnitt führt wieder auf die Höhe und schließlich über den Berggrat und den Plateaurundweg zur Bergstation der Diedamskopfbahn. Von dort schwebt die Gondel bequem zurück ins Tal. Eine Tour für alle, die längere Bergwanderungen mögen, ohne auf eine komfortable Auf- und Abfahrt verzichten zu wollen.
Start: Mittelstation Diedamskopfbahn
Ziel: Bergstation Diedamskopfbahn
Dauer: ca. 4 Std. 30 Min.
Länge: 9,5 km
Schwierigkeit: mittel
Höhenmeter: 739 m ↑ / 380 m ↓
Panoramaweg Baumgarten: Kleine Runde, große Aussicht
Für ein großes Bergerlebnis braucht es nicht immer viele Kilometer. Der Panoramaweg Baumgarten oberhalb von Bezau ist dafür das beste Beispiel. Nach der Auffahrt zur Bergstation Baumgarten beginnt eine leichte Rundwanderung, bei der vor allem die Aussicht die Hauptrolle spielt. Auf einem gut befestigten Weg geht es zunächst hinauf zur Niedere Höhe auf gut 1.700 Metern. Hier öffnet sich ein bemerkenswert weites Panorama: Der Blick schweift über den Bregenzerwald zu den Allgäuer und Schweizer Bergen und reicht bei guter Sicht bis zum Bodensee. Anschließend führt der Weg hinunter zur Vorderen Niederealpe und von dort in rund 20 Minuten zurück zur Bergstation Baumgarten. Die Niedere ist übrigens nicht nur bei Wandernden beliebt. Dank ihrer guten Thermik gehört sie auch zu den bekannten Startplätzen für Gleitschirmflieger – bei passendem Wetter gibt es über der Berglandschaft also zusätzlich einiges zu beobachten. Eine ideale Tour für Familien und für einen entspannten halben Wandertag.
Start/Ziel: Bergstation Baumgarten
Dauer: ca. 1 Std. 30 Min.
Länge: 3,7 km
Schwierigkeit: leicht
Höhenmeter: 170 m ↑ / 170 m ↓
Wartherhorn: Auf kurzem Weg zum Gipfel
Kurz, knackig und mit echtem Gipfelerlebnis: Das Wartherhorn ist eine Tour für alle, die mit überschaubarem Zeitaufwand hoch hinaus wollen. Ausgangspunkt ist die Bergstation des Steffisalp-Express. Schon damit sind etliche Höhenmeter geschafft, bevor es zu Fuß durch die offene Berglandschaft weitergeht. Der ausgeschilderte Wanderweg führt zunächst über grüne Bergwiesen in Richtung Wartherhorn. Am Wartherhornsattel hält man sich links; von hier sind es nur noch wenige Minuten bis zum Gipfel. Auf 2.256 Metern angekommen, öffnet sich das Panorama auf die umliegende Bergwelt rund um Warth und den Arlberg. Der Rückweg folgt derselben Route über den Sattel zurück zur Bergstation. Trotz der geringen Länge sollte die Wanderung nicht mit einem Spaziergang verwechselt werden: Auf gut drei Kilometern sind rund 370 Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen. Festes Schuhwerk und eine dem Bergwetter angepasste Ausrüstung gehören deshalb auch bei dieser vergleichsweise kurzen Gipfeltour dazu.
Start/Ziel: Bergstation Steffisalp-Express
Dauer: ca. 2 Std.
Länge: 3,0 km
Schwierigkeit: mittel
Höhenmeter: 370 m ↑ / 355 m ↓
Mehr Infos gibt es hier:
www.bregenzerwald.at/die-5-schoensten-wanderungen-mit-der-bergbahn/