Kreuz und quer durch den Harz
Die Wanderwochen kommen
Vom 11. bis 20. September 2026 stehen in Hahnenklee wieder die HarzerWanderWochen auf dem Programm. Bei der achten Auflage führen täglich mehrere Touren durch unterschiedliche Regionen des Harzes. Ausgangspunkt ist jeweils Hahnenklee, bei einigen Wanderungen ist ein Transfer zum eigentlichen Startpunkt enthalten. Die Strecken reichen von kurzen, leichten Themenwanderungen bis zu anspruchsvollen Tagestouren und richten sich damit an ganz unterschiedliche Konditions- und Erfahrungsstufen.
Die Bandbreite des Programms ist entsprechend groß. Wer vor allem Landschaft und Aussicht sucht, kann etwa zum Sonnenuntergang auf den Bocksberg steigen, durch das Bodetal wandern oder Touren zum Carlshausturm, zum Großen Knollen und über den traditionsreichen Magdeburger Weg unternehmen. Dabei führen die längeren Touren auf Strecken von rund elf bis 18 Kilometern durch verschiedene Teile des Harzes und verbinden Waldpassagen, Höhenwege und Aussichtspunkte. Eine leichte Frühstückswanderung bildet am letzten Veranstaltungstag einen entspannten Abschluss.
Auch Geschichte und Kultur spielen eine wichtige Rolle. Eine Wanderung durch das UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft vermittelt Einblicke in das historische Wassersystem der Bergbauregion, eine weitere Tour verbindet die Oberharzer Landschaft mit einem Besuch des Bergwerksmuseums in Clausthal-Zellerfeld. Hinzu kommen eine Wanderung zur Pyramide von Derneburg, Touren auf den Spuren vergessener Waldberufe sowie ein Ausflug zum Bergbauernmarkt. So wird das Wandern immer wieder mit regionaler Geschichte und Kultur verknüpft.
Wer kürzere und thematisch ausgerichtete Angebote bevorzugt, findet ebenfalls reichlich Auswahl. Waldpädagogische Touren beschäftigen sich mit Trinkwasser, verschiedenen Baumarten und dem Wandel der Harzer Wälder. Eine Pilzwanderung vermittelt Wissen über Speise- und Giftpilze, eine Achtsamkeitstour verbindet leichte Bewegung mit Naturwahrnehmung. Märchenwanderungen, eine Waldrallye mit Schatzsuche und eine Nachtwanderung richten sich an Gäste, die den Wald einmal aus einer anderen Perspektive erleben möchten – teilweise ausdrücklich auch an Familien.
Zwei sportliche Großveranstaltungen rahmen das Programm ein. Am 12. September startet der 13. 10-Teiche-Marathon, eine Woche später, am 19. September, folgt der 8. Hahnenkleer Wandermarathon. Beide bieten neben der vollen Marathondistanz auch Halbmarathon-, Einsteiger- und kürzere Strecken; beim Wandermarathon gibt es zudem eine geführte Halbmarathon-Gruppe. Die Strecken verbinden zahlreiche Trails mit jeweils rund 1.000 Höhenmetern auf der Langdistanz.
An den Wochenenden ergänzt Live-Musik das Wanderprogramm. Im Mittelpunkt der zehn Tage bleibt jedoch die große Auswahl an Touren: mal sportlich und aussichtsreich, mal ruhig und naturkundlich, mal mit Blick auf Bergbaugeschichte, Waldentwicklung oder regionale Kultur. Damit bieten die HarzerWanderWochen eine kompakte Gelegenheit, sehr unterschiedliche Seiten des Harzes zu Fuß kennenzulernen.
Alle Infos zu der Veranstalung findet ihr hier.
Traumhafte Wanderregionen warten entlang der Touren
Dominik KetzVon Bahnhof zu Bahnhof entlang der Maas: Genusswandern mit „De Gare en Gare“
Während die Ardennen mit Waldwildnis und Ruhe locken, zeigt sich die Wallonie entlang der Maas von ihrer romantischen Seite. Das Projekt „De Gare en Gare“ von Explore Meuse verbindet die schönsten Wanderungen im Maastal mit dem belgischen Bahnnetz – und macht daraus eine Reise voller Perspektivwechsel. Die Idee bleibt dieselbe: Start an einem Bahnhof, Ziel an einem anderen. Doch die Kulisse könnte kaum anders sein. Hier prägen steile Felsen, Flusspanoramen, kleine Städte, historische Orte und prächtige Schlösser die Wanderungen. Die Maas begleitet viele Etappen wie ein ruhiger, silberner Faden. Besonders eindrucksvoll ist die Region rund um Dinant. Hoch über dem Fluss thronen Felsen und Zitadellen, während unten Cafés und Uferpromenaden zum Verweilen einladen. Wenige Kilometer weiter beginnen bereits stille Wege durch Wälder und über Kalkplateaus. Genau dieses Nebeneinander aus Natur und Kultur macht die Touren so abwechslungsreich. Auch kleinere Orte wie Yvoir, Anhée oder Hastière werden durch das Bahn-Wander-Konzept plötzlich zu spannenden Ausgangspunkten. Unterwegs warten Aussichtspunkte über dem Tal, alte Abteien, charmante Dörfer und immer wieder überraschende Panoramen. Die Wanderungen sind meist zwischen zehn und zwanzig Kilometern lang und eignen sich perfekt für Tagesausflüge oder verlängerte Wochenenden. Wer möchte, kombiniert mehrere Etappen zu einer mehrtägigen Reise entlang der Maas. Die passende Wandercollection gibt es ebenfalls bei Komoot – De Gare en Gare. So wird die Wallonie zu einem riesigen, nachhaltigen Outdoor-Spielplatz – erreichbar mit Bahn, Bus und Wanderschuhen.
Warum diese Art des Reisens so begeistert
„Train et Sac à dos“ und „De Gare en Gare“ treffen den Nerv der Zeit. Statt möglichst viele Kilometer mit dem Auto zurückzulegen, geht es um bewusstes Reisen, um Bewegung und um echte Naturerlebnisse. Die Bahn wird dabei nicht nur Transportmittel, sondern Teil des Abenteuers. Gerade die Wallonie eignet sich ideal dafür: kurze Wege, ein dichtes Bahnnetz und Landschaften, die sich langsam am intensivsten entdecken lassen. Wer hier unterwegs ist, erlebt keine durchgetaktete Rundreise, sondern kleine Geschichten am Wegesrand: ein einsamer Bahnhof im Wald, eine Bäckerei im Dorf, Nebel über der Maas oder das Geräusch eines herannahenden Zuges mitten in der Natur. Vielleicht ist genau das der größte Luxus dieser Reisen: dass man einfach losgehen kann.
Rita Van de walle
Der Weiler Séchery gehört zur Gemeinde Libin und liegt in der Provinz belgisch Luxemburg. Hier ein für die Region typisches Fachwerk-Gebäude.Infos und Kontakt
Alle Infos zu den Wegen, Naturparks, Führungen und Wanderungen gibt es unter visitwallonia.be/de/wandern
komoot.com/de-de/user/belgienwallonie
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sowie über bahn.de