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Lesedauer 3 Min.

Winter im Westallgäu

Im Winter kehrt auch im Westallgäu eine besondere Ruhe ein. Abseits der Skipisten erwarten dich idyllische Winterwanderwege und in der Adventszeit stimmungsvolle Spaziergänge durch festlich geschmückte kleine Ortschaften.
Schneeschuh

Schneeschuhwandern im Westallgäu

© Landkreis Lindau/Frederick Sams

Das Westallgäu ist eine Kraftquelle, die es lohnt erkundet zu werden. Auf 800 bis 1000 Meter Höhe wandert der Blick über den Bodensee und die Allgäuer und Schweizer Bergwelt. Vom 1. Dezember bis 6. Januar zeigt sich das Dorf Ellhofen wie ein großer Adventskalender. Jeden Tag wird ein Türchen bei den beteiligten Bewohnern geöffnet. Die Tour durch das winterliche Dorf führt an liebevoll geschmückten Adventsfenstern vorbei. Für Spaziergänger halten die Scheidegger Winterwelten viele Überraschungen bereit. Der Weg führt vom ersten Adventswochenende bis 25. Januar durch den zauberhaft geschmückten Ort über den Pfarrer-Kneipp-Park und Kirchplatz hoch bis auf 800 Meter.

 

Grenzüberschreitende Winterwanderungen

Schneeschuhwandern entlang plätschernder Bäche und bizarren Eisbildungen versprechen Ruhe und macht fit. Bei geeigneter Witterung und Schneelage finden in Oberreute, Maierhöfen und Weiler regelmäßig geführte Schneeschuhwanderungen statt. Die Ausrüstung hierfür kann ausgeliehen werden. Sonnig und gut gewalzt ist der 2,5 Kilometer lange Winterwanderweg zwischen Hopfen und Stiefenhofen auf 800 Metern Höhe. Oberhalb des Ellhofer Tobels lädt ein 3,6 Kilometer langer Winterwanderweg zwischen 720 und 800 Metern Höhe ein. Einkehren kann man unterwegs in Simmerberg in der Brauerei. Anspruchsvoll ist die grenzüberschreitende Wanderung auf gewalzten Wegen von Oberreute ins benachbarte Sulzberg. 210 Höhenmeter bringen Wanderer bis auf 1028 Meter hoch. Bei gutem Winterwetter ist die grenzüberschreitende Wanderung von Scheidegg auf den 1064 Meter hohen Pfänder machbar. Unterwegs lockt ein Stopp bei der Ulrichskapelle, eines der ältesten Sakralbauten im Vorarlberg.

Mit den Kräuterexperten und Wildkräuterführerinnen kann man sich bei den zahlreichen Angeboten auf den Weg machen und das Allgäuer Brauchtum erleben.  © Westallgäu Tourismus/F. Sams

Kräuter & mehr nach den Raunächten

Nach der mit Mythen und Ritualen besetzten Zeit der Raunächte beginnt für die Kräuterfrauen im Januar die Verarbeitung der getrockneten Kräuter. Sie rühren Salben und Cremes und starten mit den ersten Heilpflanzenspaziergängen oder geben Einblick in die Kräutermedizin von Hildegard von Bingen im Jahreskreislauf. Mit den Kräuterexperten und Wildkräuterführerinnen kann man sich bei den zahlreichen Angeboten auf den Weg machen und das Allgäuer Brauchtum erleben. 

Pilgern von Kapelle zu Kapelle

Wandern auf Pilgerwegen ist eine zunehmend geschätzte Form der Spiritualität. Das Westallgäu bietet dafür rund um den Jakobusweg ein vielseitiges Angebot mit regelmäßigem Samstagspilgern sobald der Schnee weg ist: Pilgern für einen Tag, Pilgern für Männer oder Wandern von Kapelle zu Kapelle. Der kleine und große Kapellenweg in Scheidegg verbindet viele der kleinen Gotteshäuser. Die Kapelle St. Stephan in Genhofen (1495) mit der Figur des Jakobus auf dem Hochaltar, die Sebastianskapelle (1628) in Weiler, die Wendelinskapelle (1670) in Kinberg oder in Scheidegg die Annakapelle (1500) mit ihren Heiligen aus Holz sind bemerkenswerte Orte der Besinnung. Ab März 2026 finden die Pilger-Angebote regelmäßig statt.

 

Weitere Infos finde ihr hier.

 

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Sonnenuntergangsdämmerung im winterlichen Allgäu bei Oberreute in Bayern © shutterstock/Umonos
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