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Lesedauer 5 Min.

Belgiens schönste Touren

Es gibt Landschaften, die man durchquert – und solche, die einen ­verändern. Die Wallonie gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Wir stellen hier acht Naturregionen mit acht ganz eigenen Charakteren vor – und unzählige Wege, die dazu einladen, langsamer zu werden und genauer hinzusehen.
Schwäbische Alb
© Denis Closon

Zwischen dichten Wäldern, wilden Flusstälern und überraschend mediterranen Hügelzügen entfaltet sich eine Region, die wie geschaffen ist für alle, die draußen nicht nur Strecke machen, sondern Erlebnisse sammeln wollen. Was die Wallonie und die belgischen Ardennen so besonders macht, ist ihre Vielfalt auf engem Raum. Jede Region erzählt ihre eigene Geschichte, jeder Weg eröffnet neue Perspektiven. Ob Fernwanderung oder Tagestour – hier findet jeder seinen eigenen Rhythmus zwischen Bewegung und Ruhe. Und vielleicht ist es genau das, was diese Landschaften so nachhaltig macht: Sie bleiben nicht nur in Erinnerung – sie wirken nach.

Mystisch und weit: Das Hohe Venn

Das Hohe Venn ist eine Landschaft wie aus einer anderen Zeit. Nebelschwaden ziehen über Moorflächen, knorrige ­Birken spiegeln sich in dunklen Wasserlöchern, und Holzstege führen durch ­eine stille, fast archaische Welt. Die Venntrilogie ist der perfekte Weg, um diese besondere Region intensiv zu ­erleben. Auf rund 109 Kilometern ­ver­bindet sie drei unterschiedliche ­Landschaftsbilder: Hochmoor, Heckenlandschaften und Ardennenwald.

Unser Wandertipp:

Die Etappe rund um das Brackvenn zählt zu den eindrucksvollsten Abschnitten. Besonders früh am Morgen oder in der Abenddämmerung entfaltet das Moor seine ganze Magie.

ostbelgien.eu/de/venntrilogie 

Wallonie

Hier formt die Semois traumhafte Flusstäler.

© L‘Auberge de Rochehaut

Wilde Flusstäler: Wo die Semois Landschaften formt

Tief eingeschnitten windet sich die Semois durch bewaldete Hügel – ein Flusstal, das immer wieder neue Perspektiven eröffnet. Mal öffnet sich der Blick von felsigen Aussichtspunkten, mal verschwindet der Weg im Schatten dichter Wälder, mal schmücken historische Orte das malerische Tal. Der GR 16 folgt dem Flusslauf und gilt als einer der schönsten Fernwanderwege Belgiens.

 

Unser Wandertipp:

Die Strecke zwischen Frahan und Rochehaut bietet spektaku­läre Panoramablicke auf die berühmten Flussschleifen – ein ­Klassiker, der zu Recht so beliebt ist. Nach „GR 16“ suchen unter

visitwallonia.be/de/wandern 

 

Durbuy

Die "kleinste Stadt der Welt"

© David Rivir

Erdgeschichte Entdecken auf den Geobalades

Hier wird Wandern zur Zeitreise. Der UNESCO Global Geopark Famenne-Ardenne verbindet spektakuläre geologische Formationen mit spannenden Geschichten aus Millionen Jahren Erdgeschichte. Die „Geobalades“ sind thematische Rundwege, die Wissen und Bewegung kombinieren – ideal für neugierige Entdecker. Auch ein Abstecher nach Durbuy, der „kleinsten Stadt der Welt“ darf nicht fehlen ­(idealer Ausgangspunkt zum Wandern). 

 

Unser Wandertipp:

Eine Tour rund um die Kalksteinformationen bei Rochefort zeigt eindrucksvoll, wie Wasser und Zeit die Landschaft geformt haben.

geoparcfamenneardenne.be/de

Belgien

Hier wartet eine sehr ursprüngliche Region auf Outdoor-Fans.

©  Caroline Beauvois

­Zwischen Sambre und Maas

Hier zeigt sich die Wallonie von ihrer stillen Seite. Der jüngste Nationalpark des Landes, der ­Nationalpark Entre-Sambre-et-Meuse, ist geprägt von aus­gedehnten Wäldern, sanften Hügeln und überraschend viel Ruhe. Auch Kultur-Orte wie ­Chimay oder schöne Dörfer wie Lompret prägen das Landschaftsbild. Die „Grande Traversée“ durchquert das Gebiet in mehreren Etappen – ein ­Abenteuer für alle, die Natur und Ruhe suchen.

 

Unser Wandertipp:

Eine Etappe durch die Wälder rund um Viroinval bietet Einsamkeit, Naturgeräusche und echte ­Entschleunigung.

komoot.com/de-de/user/belgienwallonie 

Eine Höhle mit einem Unterwassersee

Forêts d’Ardenne

© Martin Dellicour

Nachhaltig unterwegs: Ardennen per Bahn und Rucksack

Einsteigen, aussteigen, loswandern: Das Konzept „Train et Sac à dos“ in den Forêts d’Ardenne verbindet nachhaltige Mobilität mit naturnahem Trekking. Die Wälder der Ardennen sind dicht, ­ursprünglich und voller Leben – ideal für mehr­tägige Touren ohne Auto und eine wirkliche Auszeit.

 

Unser Wandertipp:

Eine Etappe zwischen zwei Bahnhöfen, etwa ­Libramont und Poix-Saint-Hubert, kombiniert ­komfortable Anreise mit echter Wildnis.

komoot.com/de-de/user/belgienwallonie

Belgien

Parc Naturel des Deux Ourthes 

© Julien Libert

Zwei Flüsse, unzählige Wege

Die Ourthe prägt diese Region – mal ruhig, mal wild, immer begleitet von bewaldeten Höhen­zügen und kleinen Dörfern. Der GR 57 im Parc Naturel des Deux Ourthes zählt zu den bekanntesten Wanderwegen des Landes und durchzieht den Park in all seinen Facetten.

 

Unser Wandertipp:

Die Strecke rund um La Roche-en-Ardenne verbindet Natur, Geschichte und beeindruckende Flusspanoramen. Eine Rundtour am See von Nisramont bietet viel Abwechslung und schöne Aussichten. Nach „Nisramont“ suchen unter

visitwallonia.be/de/wandern

Belgien

Der Fondry des Chiens im Parc ­Naturel de Viroin-Hermeton

© Periples et cie

Spektakulär und geheimnisvoll: ­Viroin

Ein Ort, der überrascht: Der Fondry des Chiens im Parc ­Naturel de Viroin-Hermeton wirkt wie ein kleiner Canyon – entstanden durch eingestürzte Kalkhöhlen. Die Landschaft rundherum ist geprägt von Trockenrasen, seltenen ­Pflanzen und weiten Ausblicken.

 

Unser Wandertipp:

Eine Rundwanderung ab Nismes führt durch abwechslungsreiche Landschaften direkt zu diesem beeindruckenden Naturphänomen. Nach „Fondry des Chiens“ suchen unter

visitwallonia.be/de/wandern

Belgien

Parc Naturel de Gaume

© WBT

Fast mediterran: Die Gaume

Sanfte Hügel, warme Farben und ein überraschend ­mildes Klima im Parc Naturel de Gaume – die Gaume fühlt sich anders an als der Rest der Wallonie. Die ­Transgaumaise durchquert diese Region und zeigt ihre Vielfalt: Wälder, offene Landschaften und charmante Dörfer.

 

Unser Wandertipp:

Ein Abschnitt durch die weiten Täler bei Torgny – oft als eines der schönsten Dörfer der Wallonie bezeichnet – bringt fast südliches Flair. Nach „Transgaumaise“ ­suchen unter

visitwallonia.be/de/wandern

 

 

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