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Lesedauer 3 Min.

Fledermaus – viel besser als ihr Ruf

Seit den Drakula-Romanen haftet unseren Fledermäusen ein negatives Image an. Dabei sind die nachtaktiven Insektenfresser wahre Wundertiere. Höchste Zeit, den Ruf der einzigen fliegenden Säugetiere einmal aufzupolieren. Dieses Wochenende warten zahlreiche Veranstaltungen zur Batnight 2025!
Fledermaus

Weltweit gibt es rund 1.400 Fledermausarten. In Deutschland ist die Fledermaus seit rund 50 Millionen Jahren heimisch.  

© Weltweit gibt es rund 1.400 Fledermausarten. In Deutschland ist die Fledermaus seit rund 50 Millionen Jahren heimisch.  Foto: Shutterstock

Feiere die Batnight!

Wenn die Dämmerung kommt, segeln sie lautlos am Himmel. Zur internationalen Batnight am 30. und 31. August 2025 kann man die wendigen Insektenjäger auf zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland erleben. Die Batnight findet traditionell am letzten vollständigen Augustwochenende in weltweit 38 Ländern statt. Alle Veranstaltungen zu den Fledermäusen findet ihr hier. 

Jagd mit Ultraschall 

Auf dem Speiseplan der 25 heimischen Arten stehen fast ausschließlich Insekten. Jede Nacht fressen sie Mengen, die etwa ein Drittel des eigenen Körpergewichts ausmachen. Mit ihrer Ultraschall-Echoortung erfassen sie ihre Beute und orientieren sich. Durch Mund oder Nase werden Ultraschallaute ausgestoßen und anhand der Echos Distanz, Richtung, Größe, Form und Struktur des Beuteinsekts analysiert.

Fliegende Superlativen 

Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die fliegen können, mit 800 Herzschlägen pro Minute. Die Hummelfledermaus misst nur drei Zentimeter und wiegt zwei Gramm – das kleinste Säugetier der Welt. 

Fliegen mit den Händen 

Die Flughaut spannt sich zwischen den verlängerten Fingerknochen bis zum Hals, den Hinterbeinen und zum Schwanz. Nur die Daumen sind nicht in die Flughaut eingespannt. An unebenen Flächen finden sie so besseren Halt.

Markante Namen 

Viele der Fledermausnamen sind charismatisch: Schweinsnasenfledermaus, Braunes Langohr, Großes Mausohr, Kleiner Abendsegler oder Hufeisennase.

Gefährdet 

Nahezu alle der 25 heimischen Arten sind heute gefährdet. Hauptgrund sind der Verlust und die Zerstörung ihrer Lebensräume sowie der Rückgang von Nahrungsquellen.

Kopfüber 

In ihren Quartieren ruhen Fledermäuse immer mit dem Kopf nach unten. So können sie schnell starten und flüchten. Dabei werden die Krallen der Füße nur durch das Körpergewicht gekrümmt, sodass die Tiere auch im Schlaf und sogar nach dem Tod hängen bleiben.

Langes Leben … 

Fledermäuse werden sehr alt: 20 Jahre und mehr sind keine Seltenheit. Die Zwergfledermaus zum Beispiel lebt zwar im Durchschnitt nur knapp 2,5 Jahre. Jedoch kann auch die kleinste unserer Fledermäuse bis zu 16 Jahre alt werden. Die Beringung eines Großen Mausohrs bezeugte sogar einmal ein Alter von 25 Jahren.


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