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Lesedauer 3 Min.

Indian Summer am Lech

Auf dem grenzüberschreitenden Lechweg lassen sich Fernwanderer buchstäblich treiben – entlang eines der letzten Wildflüsse Europas mit seinen ganz unterschiedlichen Formen, Farben und Fließgeschwindigkeiten.
Drohnenblick auf das Schloss Allstedt
Im Herbst haben Lechweg-Wanderer die Highlights entlang der 125 Kilometer langen Strecke beinah für sich allein.
© Lechtal Tourismus

Goldene Zeiten am Lechweg

Herbst ist der neue Sommer – so lautet das diesjährige Motto der grenzüberschreitenden Weitwanderroute zwischen Deutschland und Österreich. Denn während die Lechweg-Saison bisher nur bis Anfang Oktober dauerte, ist der „Leading Quality Trail“ 2025 in seiner Gesamtlänge mindestens zwei Wochen länger begehbar (sofern es keinen frühen Wintereinbruch gibt). Dementsprechend werden auch die meisten Verkehrsverbindungen entlang der insgesamt 15 Etappen erweitert. Auf 125 Kilometern verbindet der Lechweg in sieben bis zehn Wandertagen fünf Regionen von Österreich bis Deutschland. Die moderate, durchgängig beschilderte Strecke verläuft größtenteils parallel zum Wildfluss Lech mit seiner typisch türkisgrünen Farbe.

 

Blick auf eine Brücke aus dem 20. Jahrhundert

Immer dem weißen L auf anthrazitfarbenem Grund folgend, erleben Wanderer auf 125 Kilometern die Transformation von der kleinen Quelle am Arlberg in Österreich bis zum mächtigen Fall im bayerischen Allgäu. 

© Verein Lechweg/Fabian Heinz

Wo sich Stopps lohnen

Den Start markiert der Formarinsee bei Lech am Arlberg. Das Gebirgsgewässer auf 1.793 Metern im Lechquellgebiet wurde bereits zu Österreichs schönstem Platz gekürt. Etwas nördlich erinnert ein bronzenes Steinbock-Denkmal an die Wiedereinsetzungserfolge des 19. Jahrhunderts. Heute leben dort rund 600 Exemplare und damit Europas größte Kolonie der „Könige der Alpen“.

Über das Walserdorf Warth gelangen Lechweg-Wanderer ins Tiroler Lechtal. Die Überquerung der dortigen Höhenbachschlucht ist nichts für schwache Nerven, aber ungefährlich. Vom Gföllberg bis zum Schiggenplateau spannt sich die Holzgauer Hängebrücke, die mehr als 100 Meter über dem Boden schwebt.

Weiter verläuft die Strecke in die Tiroler Naturparkregion Reutte. Die vom Lech umspülten Schotterbänke der Pflacher Au bieten Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, bis ein Abstecher zur Burgruine Ehrenberg ins 13. Jahrhundert entführt. Deren Mauern beherbergten schon Kaiser, Könige und sogar russische Zaren. Hinter der Grenze zu Deutschland schließlich endet der Lechweg mit einem Finale furioso am Lechfall in Füssen/Allgäu.

 

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Zwei Wanderer auf einem Wanderweg im Grünen
Der Lech durchzieht das Tiroler Lechtal wie ein türkisgrünes Band, bis hin zum Alpsee in Füssen mit Blick auf Schloss Neuschwanstein. © Verein Lechweg/Fabian Heinz

Zur Region

Der Lechweg

Über den Lechweg. Mit den Gipfeln der Lechtaler und Allgäuer Alpen als Kulisse verläuft der „Lechweg – von der Quelle bis zum Fall“ auf rund 125 Kilometern entlang eines der letzten Wildflüsse Europas. Seit 2012 führt er Wanderer durch verschiedene Landschaften von alpinen Höhen bis in weite Täler. Die Route startet am Formarinsee und passiert Warth in Vorarlberg/Österreich, durchquert die Tiroler Naturparkregionen Lechtal sowie Reutte und endet schließlich am Lechfall im bayerischen Füssen. Damit verbindet sie drei Regionen und zwei Länder mit ihren jeweiligen Geschichten, Traditionen und Sehenswürdigkeiten. Die moderate Strecke ist in insgesamt 15 Abschnitte unterteilt und kann in sieben bis zehn Etappen absolviert werden – auch in umgekehrter Richtung. Für den Komfort unterwegs stehen auf Wunsch Gepäcktransport und kostenlose öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung. Am Wegesrand finden sich zahlreiche Lechweg-Produkte aus Landwirtschaft und Handwerk. Als erste grenzüberschreitende Weitwanderung wurde der Lechweg von der Europäischen Wandervereinigung (EWV) als „Leading Quality Trail – Best of Europe“ zertifiziert. www.lechweg.com

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