Schmuck aus Gewürzen

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Zimtstangen als ohrringe, Kurkuma- und Galgantwurzeln als Kette: Kristina Boneva kreiert Schmuck mit Duft.
© Alexa Christ

Von wegen Diamanten, Saphire, Rubine & Co.: In der Schmuckwerkstatt von Kristina Boneva im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein stehen ganz andere Akteure im Mittelpunkt. Hier funkeln Zimt und Piment, schimmern Kurkuma und Safran, während Gold und Silber nur Beiwerk sind.

Text: Alexa Christ

Alles begann mit einer Kartoffel. Runzlig, knollig, wie Kartoffeln eben so sind, aber: „Wenn man sie trocknet, werden sie hart wie ein Diamant, und sie haben diese wundervolle Naturfarbe!“, schwärmt Kristina Boneva. Die 38-jährige Schmuckdesignerin mit bulgarisch-litauischen Wurzeln sieht deshalb in Kartoffeln nicht etwa das Grundmaterial für Rösti, Reibekuchen, Gratin & Co. Oh nein. Sie „würzt“ das Nachtschattengewächs auch nicht mit Salz, sondern mit ... Aquamarin. Der hellblau schimmernde Beryll schmiegt sich wie selbstverständlich an gelbbraune Kartoffelwürfel, sauber aufgefädelt als Kette ganz besonderer Machart. Was bei anderen Menschen ausschließlich in der Küche Verwendung findet – Zimt, Kardamom, Nelke, Vanille oder Muskat –, wird bei Boneva zu außergewöhnlichen Schmuckstücken verarbeitet. Da gesellen sich Reiskörner zum Mandaringranat, Kampot-Pfeffer zu Peridot-Tropfen, Zimtstangen zu Opal oder Citrin. Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, erhält bei der Schmuckdesignerin mit den langen, gelockten Haaren die Hauptrolle und mausert sich so zum ungewöhnlichen Star. Neben den unterschiedlichsten Gewürzen verarbeitet sie auch Flusssteine, Hölzer, natürlich gewachsene Kristalle oder rostige Eisenelemente. Gold, Silber und Edelsteine setzen dazu schimmernde Kontrastpunkte. „Ich möchte mit meinem Schmuck die Schönheit und Harmonie der Natur vermitteln. Aus ihr können wir Kraft für unseren Alltag schöpfen“, sagt Kristina Boneva.

Mit den Gaben der Natur

Schon als Kind streifte sie durch die Wälder ihrer bulgarischen Heimat, sammelte kleine Steinchen, trug sie zu zwei Goldschmieden und bat diese, die Steine in Silber zu fassen. Selten zeichnete sich der spätere Werdegang eines Menschen so früh ab wie bei Boneva. Weil ihr Vater als Astrophysiker viel reiste, verbrachte sie einen Teil ihrer Kindheit in Deutschland.

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 2/2020. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

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