Auf den Spuren des Vulkans

„Teufelsberg“ und „Wolfsschlucht“ klingen wie Namen aus einem Fantasy-Roman. Sie sind zugleich zwei Highlights auf dem „Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig“ in der Vulkaneifel. Für deutsche Mittelgebirgsverhältnisse darf die Halbtagestour als ziemlich beeindruckend angesehen werden, zumal sie nicht nur durch das namensgebende ­Gelände führt, sondern auch herrliche Panoramablicke auf die ­Umgebung freigibt.

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Text & Fotos: Frank Brehm

Wir befinden uns zwischen Bonn und Koblenz. Bis zum Rheinufer sind es nur wenige Kilometer, ebenso zum Laacher See. Dieser ist mit seinen nur 3,3 km2 der größte in ganz Rheinland-Pfalz und in geologischer Hinsicht die mit Wasser gefüllte Caldera eines ehemaligen Vulkans. Vor erdgeschichtlich kurzen 13.000 Jahren kam es ein letztes Mal zum Ausbruch, der einen ganzen Landschaftsstrich umformte und der Vulkaneifel schließlich ihren Namen gab.

Es ist Mitte Mai und herrliches Frühsommerwetter. Ausgangspunkt unserer Tour ist der auf einer Anhöhe gelegene Parkplatz „Bergwege“ an der K 57. Die Benediktiner-Abtei Maria Laach ist das wohl bekannteste Ausflugsziel der Gegend und an sonnigen Sonntagen wie diesem ziemlich überlaufen. Am Ende unserer Wanderung werden wir trotzdem hier einkehren, um die berühmte hausgemachte Erbsensuppe zu genießen.

Von der hohen Ebene ins tiefe Tal

Zuvor aber wandern wir auf dem sogenannten „Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig“. Die Namensgebung der Rundtour durch die Rhein-Mosel-Eifel-Touristik mag etwas überambitioniert erscheinen, aber wir begeben uns immerhin auf einen vom Deutschen Wanderinstitut e. V. ausgezeichneten „Premiumweg“.

Uns erwarten rund 12 km Wegstrecke, auf der es bei mittlerem Schwierigkeitsgrad etwas mehr als 400 Höhenmeter zu absolvieren gilt. Wer sich Zeit zur Naturbeobachtung lässt und unterwegs Schmetterlinge, Singvögel und sogar eine Ringelnatter vor die Linse bekommt, schafft die Strecke in knapp vier Stunden. Natürlich geben Höhlen und Schluchten diesem „Traumpfad“ seinen Namen, aber rund ein Drittel der Weg-

strecke führt über den Teufelsberg und gibt den Blick auf eine außergewöhnliche Kulturlandschaft frei. Wir lassen unsere Blicke schweifen und genießen: Der Himmel ist strahlend blau, die Wiesen saftig grün. Hinzu kommen das leuchtende Gelb der Rapsfelder und das strahlende Weiß der Obstblüte. Die Landschaft gleicht einem Farbenmeer. Und dann geht es nach ungefähr zwei Kilometern fast urplötzlich über einige Fels- und Holztreppen an einem Wasserfall entlang hinunter, bis zum Grund der sagenumwobenen Wolfsschlucht. Diese entstand, als sich der Krayerbach im Laufe der Zeit immer tiefer durch die Ablagerungen vulkanischer Asche bis auf das devonische Urgestein schnitt. Hier unten herrscht beinahe Urwaldatmosphäre: Die Luft ist feucht, die Bäume sind von wuchernden Ranken umgeben, und am Grund der Schlucht treten zahlreiche Quellen aus dem Boden.

Den kompletten Artikel erhalten Sie in Ausgabe 2/2018 von wanderlust. Hier können Sie das Magazin nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 02 / 2018

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